Re-Volt für Android: Der Klassiker im Test

Martin Malischek

Wer hatte schon als kleiner Junge einen Faible für ferngesteuerte Autos? Genau aus diesem Grund lief bei mir auch das Spiel Re-Volt, das 1999 für Nintendo 64, Sonys Playstation, Sega Dreamcast und PC erschien, auf und ab. Nun veröffentlichte WeGo Interactive Co Ltd., das ursprünglich von Acclaim verlegte Spiel für Android. Im Test erfahrt ihr, ob sich ein Blick auf die Portierung und ein Kauf der Premium-Version im Play Store lohnt.

Re-Volt für Android: Der Klassiker im Test

Früher total im Trend – heute aus der Mode: Viele Videospiele führten uns in den letzten Jahrzehnten durch Miniaturwelten. Sei es als Action-Videospielcharakter, Rennen fahrend durch einen für die kleinen Autos riesigen Küchentisch oder als Kampfflugzeug durch das von Feinden bedrohte Wohnzimmer. Ich erinnere mich noch schmunzelnd an die Mickey Maus Magazin-Zugabe ‚Funk Flitzer‘, über die auf dem Pausenhof gesprochen wurde. Auch in ‚Funk Flitzer‘ führte man ferngesteuerte Autos durch eine Rennstrecke – jedoch in der Vogelperspektive. Auch Re-Volt sprang auf diesen Zug auf, mit Erfolg!

Noch heute bastelt und zockt eine große Community an dem Ende der 90er-Jahre erschienenem Rennspiel. Einige Multiplayer-Server werden noch heute betrieben und freuen sich über regen Andrang. Nicht nur das Spiel selbst und die Grafik (zumindest die der PC-Version und des Dreamcasts), die ihrer Zeit voraus war, sondern auch die großartigen Soundtracks machten das Spiel einmalig. Sequels dieses konnten an den Erfolg nicht anknüpfen.

Nun aber zum Wesentlichen: Die Android-Version des Klassikers.

Die Portierung

Die Konsolen-Versionen des Rennspiels machten im Vergleich zur PC-Version (bis auf die der Dreamcast, die 1:1 portiert wurde) aufgrund der damaligen Überlegenheit des PCs eine schlechte Figur. Die Grafik der Android-Version wirkt – mit wenigen Abstrichen – der PC-Version ähnlich. Ebenfalls haben es die großartigen elektronischen Soundtracks in die Smartphone-Version geschafft. Insgesamt machen die Grafik und die Steuerung einen guten Eindruck.

Das Hauptmenü wurde, bis auf ein paar kleinere Veränderungen, dem Original angeglichen und lässt sich auch gut bedienen. Lediglich die, je nach Smartphone-Größe etwas zu kleinen Menüpunkte, sorgen für ungenaues Tippen.

Folgende Dinge der PC-Version haben es nicht in die Android-Version geschafft:

  • Der Rennstrecken-Editor
  • Ein Multiplayer-Modus

Die Rennstrecken und Autos wurden aus der 99er-Version übernommen und die Einzelheiten und Animationen jeder beibehalten.

Die Steuerung

Gesteuert werden kann das Spiel über verschiedene Wege:

  • Mit Auto-Beschleunigen und Pfeiltasten für die Steuerung, mit denen man bei gleichzeitigem Drücken bremst
  • Mit manuellem Gasgeben und Bremsen und ebenfalls Pfeiltasten zur Steuerung
  • Mit Tilt und Auto-Gas
  • Mit virtuellen Joypads

Bei mir hat sich die erste Steuerungsmethode bewährt, da man sowieso fast nie bremsen muss und sich die Wagen so am besten steuern lassen.

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