Google Assistant: Entwicklung an „Project Majel“ wird beschleunigt

Frank Ritter 6

Das Wall Street Journal will aus – wie gewohnt – gut unterrichteter Quelle erfahren haben, dass Google die Entwicklung an seinem Sprachassistenten beschleunigt. Der unter dem Projektnamen „Majel“ bereits seit Monaten in der Gerüchteküche umherschwirrende Google Assistant gilt als Konkurrenzprodukt zu Apples Siri.

Google Assistant: Entwicklung an „Project Majel“ wird beschleunigt

Siri mag nicht der erhoffte Erfolg für Apple gewesen sein – selbst Apple-Gründer Wozniak kritisierte den Sprachassistenten als zu ungenau – dennoch gilt Siri als einer der wichtigsten Kaufgründe für ein iPhone 4S. Deshalb wundert es nicht, dass Hersteller wie Samsung mit S Voice, aber auch zahlreiche Softwareschmieden eigene Produkte entwickeln, die in die Siri-Kerbe schnitzen (und nicht gerade überwältigende Ergebnisse produzieren, wie wir etwa im Test des Samsung Galaxy S3 festgestellt haben).

Google selbst will seine bereits seit Android 1.6 vorhandene Sprachsteuerung zum Ende des Jahres hin gehörig aufbohren: Das ominöse „Project Majel“ (wir berichteten) wird allerdings einen anderen Ansatz als Siri verfolgen und soll eher wie der Bordcomputer aus Star Trek funktionieren. So geht zumindest die Mär, denn offiziell bestätigt wurde der Google Assistant bislang in keinster Weise – sämtliche Informationen stammen bislang von anonymen Insidern.

Das Wall Street Journal weiß regelmäßig am meisten – und so verwundert es auch nicht, dass der neueste Imformationshappen zu Majel aus dieser Quelle stammt: Die Arbeiten an Project Majel bzw. dem Google Assistant werden nun nämlich intensiviert. Das besagt zumindest die Randnotiz in einem aktuellen Artikel aus dem Wall Street Journal (Übersetzung von uns):

Google hat in der Zwischenzeit seine Pläne beschleunigt, seinen eigenen Siri-Konkurrenten an den Start zu bringen. Dieser würde auf Android-Geräten laufen, sagten Personen, die mit der Materie vertraut sind.

So wirklich neue Informationen mögen das nicht sein, allerdings ist schon einmal beruhigend zu wissen, dass der Zugang zum Assistant mutmaßlich nicht künstlich auf wenige Geräte beschränkt wird – das entspräche auch nicht dem Stil von Google.

Ob der Assistant nun bereits nächste Woche auf der Google I/O gezeigt wird, bleibt freilich unklar – wir schätzen die Chancen bei etwa 50% ein. Wir hoffen, dass Google sich die Zeit nimmt und die Ressourcen investiert, dass zum Schluss ein gutes Produkt herauskommt. Die Tatsache, dass die Arbeit an Majel intensiviert wird, deutet jedenfalls auf Potential hin. Wir sind und bleiben gespannt.

Was erhofft ihr euch und was erwartet ihr vom Google Assistant? Meinungen in die Kommentare.

Quelle: WSJ [via Android Central]

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