Google Assistant: Siri-Konkurrent soll Ende 2012 kommen

Frank Ritter 7

Google will laut Silicon Valley-Gerüchteküche seine Sprachsuche aufrüsten und - zusätzlich zum bereits seit Wochen herumgemauschelten Projekt „Majel“ - den „Assistant“ bereitstellen. Dieser soll dem Nutzer mit größerem Fokus auf Aktionen zur Seite stehen und könnte schon Ende 2012 erscheinen.

Google Assistant: Siri-Konkurrent soll Ende 2012 kommen

Eher wenig überzeugt sind Apple-Fans derzeit von Siri - allen voran Apple-Gründer Steve Wozniak, der Android bescheinigt, die bessere Sprachsuche zu haben. Dennoch kann man Siri deutlich mehr Witz und „Sexiness“ unterstellen, denn der Versuch, einen echten Assistenten zu simulieren, der auf Befehle und Fragen reagiert, gelingt Apple schon ganz gut. Glaubt man dem TechCrunch-Buschfunk, hat Google bald jedoch Ähnliches in petto. Der Assistant getaufte Nachfolger der Google Sprachsteuerung soll nämlich mehr können als sein Vorgänger.

Laut den Informationen von TechCrunch muss für den Assistant auf mehreren Ebenen programmiert werden:

  • Zum einen müssen Daten strukturiert vorliegen und verwendet werden können. Da das Googles Kerngeschäft ist, gehen wir davon aus, dass das unproblematisch ist. Wenn man den Assistant also fragt: „Wann starb Marie Antoinette?“, sollte er die richtige Antwort aus der Wikipedia oder einer besseren Quelle beziehen und an den Nutzer zurückgeben.
  • Des weiteren braucht der Assistant eine Ebene der Personalisierung. Das hieße etwa, dass er die Interessen, Kontakte und Termine des Nutzers aufgrund seiner bei Google gespeicherten Daten kennt.
  • Schlussendlich muss der Assistant eine „Do-Engine“ besitzen, also Befehle bzw. Fragen verstehen und entsprechend handeln respektive verständliche Antworten liefern, anstatt bloße Suchergebnislisten.

Ein wichtiger Faktor und ein deutlicher Vorteil gegenüber Siri soll eine offene API des Assistant sein, über den Drittanbieter eigene Angebote einhängen können.

Ein wenig Unklarheit herrscht noch über das Verhältnis von Assistant und Majel zueinander. Majel ist laut der TechCrunch-Quelle ein Projekt des konzerninternen Ideen-Inkubators „Google X“, der Assistant hingegen nicht - das spricht für verschiedene Projekte. Möglich wäre allerdings auch, dass der Assistent aus Majel entstanden ist und jetzt einfach im normalen Firmenrahmen weiterentwickelt wird. Zumindest soll Google-Suche-Urgestein Amit Singhal an dem Projekt beteiligt sein.

Ranghohe Google-Mitarbeiter peilen einen Start des Assistant für das 4. Quartal 2012 an. Ob dieser Termin eingehalten werden kann, ist allerdings auch intern noch nicht sicher. TechCrunch betont auch, dass sie durchaus noch größere Informationslücken haben können. Wie immer muss dieses Gericht Gerücht also mit einer ordentlichen Portion Skepsis genossen werden. Wir halten euch über weitere Entwicklungen selbstverständlich auf dem Laufenden.

Quelle: TechCrunch [via BestBoyZ]

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