Android L: Screenshots von weiteren Apps im Material Design

Frank Ritter 20

Material Design ist der Name der kommenden Google-Designsprache - nicht nur, aber vor allem für Android L. Bislang sind im aktuellen Android L-Release nur wenige Apps an das Material Design angepasst. Ron Amadeo von Ars Technica hat sich die Mühe gemacht, aus den Google I/O-Sessions und der Online-Dokumentation Screenshots weiterer, noch unveröffentlichter Apps, in einer Galerie zusammenzustellen. Heraus kommt ein umfassender Einblick in die neue Designsprache von Google.

Material Design ist der von Matías Duarte und seinem Team geschaffene Ansatz zu einer neuen Form der Darstellung von Informationen auf Bildschirmen - in Android, weiteren Google-Produkten und darüber hinaus. Material Design löst sich vom Dualismus aus Flat UI und Skeuomorphismus, es verknüpft Struktur und Tiefe mit abstrakten UI-Elementen. Simulierte Tiefe ist ein allgemein wichtiger Aspekt: UI-Elemente bekommen einen Tiefenwert zugewiesen, Parallax-Effekte, bei denen sich Hintergrund-Elemente langsamer bewegen als der Vordergrund, sich dynamisch ändernde Schlagschatten sowie neue Animationen (zum Beispiel der Ripple-Effekt, der optisches Feedback auf eine Fingerberührung des Bildschirms liefert) und Transformationen (etwa von einer zur nächsten Activity „wandernde“ Bilder) machen die Designsprache aus.

Hier einige der zusammengesammelten Screenshots, die Ron Amadeo zusammengestellt hat:

material-design-calendar

Kalender-App – links die Tages-Übersicht, rechts beim Erstellen eines neuen Events

material-design-chrome

Ein Browser, sehr wahrscheinlich Google Chrome – links beim Aufruf einer Website, in der Mitte die Tab-Übersicht, rechts der „Neuer Tab“-Screen

material-design-contacts

Die Kontakte-App – links die Ansicht eines einzelnen Kontaktes, rechts die alphabetische, durchscrollbare Liste; hier fehlt noch der Plus-Button

material-design-google-play-libraries

Die Bibliotheken unterschiedlicher Medien im Play Store

material-design-google-play-music

Ein Musik-Player, offenbar Google Play Music, im Material Design

Für weiteres Bildmaterial empfehlen wir die Bildergalerie bei Ars Technica und unseren gestrigen Artikel zu geleakten Screenshots der Google Play Store-App im Material Design.

Anhand der Screenshots werden weitere Paradigmen des Material Design deutlich: Inhalte bekommen mehr Raum, Apps im Material Design erhalten außerdem neue Titelleisten in kräftigeren, freundlichen Farben. Insgesamt wird die Farbdarstellung heller, außerdem existiert mit dem Plus-Button in der rechten unteren Ecke nun ein auffälliges schwebendes Element, mit dem ein neues Medium oder eine neue Datei erstellt werden kann. Das reduzierte Holo UI mit seiner kühlen, technischen Optik ist damit wohl endgültig passé – auch wenn wir davon ausgehen, dass es durchaus einige Zeit in Anspruch nehmen wird, bis ein signifikanter Anteil der Apps im Play Store auf die neue Designsprache umgestellt ist.

Wie gefällt euch das Material Design? Ist der Gestaltungsansatz der dringend notwendige frischer Wind für die Optik von Android oder zu verspielt und verschwenderisch mit dem Bildschirmplatz? Lasst eure Meinung hören – in den Kommentaren.

Quelle: Ars Technica [via reddit]

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