Mini iTry: Ich mach mich fit (mit einer App)

Kamal Nicholas

So, es ist endlich soweit. Ich habe die App gefunden, mit der ich mich an einen kleinen iTry wagen kann. Schon seit längerem kursiert in meinem Kopf der Gedanke, dass ich mich mit Hilfe einer guten Fitness-App körperlich auf Vordermann bringe. Und jetzt habe ich wahrscheinlich genau die richtige Anwendung dazu gefunden.

Die Arbeit als (Tech-)Redakteur macht natürlich viel Spaß, hat aber auch eine kleine Schattenseite: Die meiste Arbeitszeit verbringt man vor dem Rechner, entsprechend wird Bewegung oftmals einfach vergessen. Bei mir persönlich kommt noch dazu, dass ich sehr nahe am Büro wohne, wodurch ich mich auch so nur wenig bewegen muss. Das war mal anders.

Ich hatte hier in Berlin mal einen Arbeitsweg von rund sieben Kilometern, den ich täglich (egal bei welchem Wetter, das galt auch für den Winter) mit dem Rad morgens und abends zurückgelegt habe. Vor zwei Jahren noch war ich so fit, dass ich ein 300 Kilometer-Radrennen um einen schwedischen See in einer Nacht hinter mich gebracht habe (Vätternrundan). Letztes Jahr war ich beim 120 Kilometer-Velothon quer durch Berlin dabei, leider nicht mehr ganz so gut trainiert, weshalb die letzten 15 Kilometern auch nur noch mit massiven Krämpfen bewältigt werden konnten.

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Die Voraussetzungen

Seither verstaubt mein Rennrad und ich suche immer wieder Gründe, warum ich nicht zum Sport komme. Aber damit ist jetzt ein für alle Mal Schluss. Mit meinem Gewicht bin ich generell zufrieden, aber ich hätte gerne wieder mehr Kraft, außerdem ist mein Ziel, einzelne Muskeln zu definieren (Six Pack und so). Aber dazu müssen auch ein paar Grundvoraussetzungen erfüllt werden:

  • Ich gehe nicht ins Fitness-Studio
  • Ich kann die Übungen möglichst zuhause machen
  • Ich brauche so wenig Geräte wie möglich
  • Es muss motivierend sein
  • Ich muss keine bescheuerte Diät machen, ich ernähre mich schon anständig

Ich habe schon diverse Apps ausprobiert, z.B. Push Ups pro und Sworkit Pro - Fitness und andere, aber irgendwie war mir das Angebot dabei immer zu einseitig oder aber es hat einfach das gewisse Etwas gefehlt.

Am Wochenende bin ich zufälligerweise über das Buch You Are Your Own Gym (auf Deutsch heißt es: Fit ohne Geräte, logisch) gestolpert, das ich mir dann auch sogleich für meinen Kindle zugelegt habe. In dem Buch geht es, wie der Titel ja schon vermuten lässt, um das Trainieren ganz ohne Fitnessgeräte. Auch wenn der teils latent militante Stil des Autors Mark Lauren mir nur wenig zusagt (ein kleiner Auszug: „Ich wollte ihm die Nase brechen, stattdessen brachte ich ein „Ja“ hervor“), finde ich die Grundidee des Buches fantastisch, da wirklich alle meine oben angebrachten Ansprüche erfüllt werden und das alles sehr einleuchtend und spannend klingt.

Eine Suche im Play Store hat dann auch gleich noch die You Are Your Own Gym-App zum Vorschein gebracht, die neben den einzelnen Übungen und einem Trainingsplan (der auch individuell angepasst werden kann) mit einem Zusatzpaket an Demonstrationsvideos ausgestattet ist, damit man die Übungen auch richtig macht. Und dieses Gesamtpaket kostet gerade einmal 2,29 Euro. Die deutsche Ausgabe des Buches gibt es , die kostet 12,99 Euro (die englischen Varianten sind noch etwas günstiger).

Jetzt habe ich mir also vorgenommen, mich einem ersten 10 Wochen-Trainingsplan hinzugeben, um mich selbst ausschließlich mit meinem Körper fit zu machen. Von nun an werde ich vier Tage die Woche jeweils 30 Minuten streng nach Plan trainieren. Eigentlich klingt das nicht nach viel, aber viele von Euch kennen wahrscheinlich das Problem der Motivation. Alles was ich zum Umsetzen meines Plans brauche, ist ein bisschen Platz zuhause und das ein oder andere Möbelstück, das ich in das Training einbinden kann.

Die zusätzlichen, aber nicht notwendigen Geräte

Neben der You Are Your Own Gym-App und dem Buch werde ich außerdem mein Jawbone UP in diesen kleinen iTry einbeziehen, mit dem ich meine Trainingseinheiten, den damit verbrauchten Kalorienverbrauch und meine „Schlafqualität“ festhalten will (die sich hoffentlich etwas verbessert).

Zu guter Letzt erhalte ich in den nächsten Tagen noch die Puls-Uhr MIO von Medisana, die mir dabei helfen wird, mich nicht zu überbelasten und die ganz ohne Brustgurt oder Fingersensor auskommt.

Ich werde meinen Fortschritt jede Woche hier in Form eines kleinen Artikels festhalten, falls Ihr mehr von mir und meinen Erfahrungen mit der You Are Your Own Gym-Buch und der dazugehörigen App, dem Buch, dem Jawbone UP und der Medisana MIO mitkriegen wollt, folgt mir einfach auf Twitter (@HerrNicholas) und auf Instagram (HerrNicholas). Ach ja, und falls Ihr bestimmte Sachen wissen wollt oder ich unbedingt Beweise in Form von Fotos oder sowas präsentieren soll, lasst es mich wissen. Und falls Ihr aus irgendeinem Grund mitmachen wollt, hier die App:

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Bild: bodyforumtr, bearbeitet von Kamal Nicholas

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