Heute möchte ich euch ein Programm vorstellen, welches vor allem für die Kreativen unter euch interessant sein dürfte. Der AndroMedia Video Editor ist, wie der Name schon vermuten lässt, ein Videobearbeitungs-App.

Damit könnt ihr neue Filme anhand einer beliebigen Anzahl von Audio, Video- und Filmdateien erstellen oder aber auch vorhandene Videos editieren. Bei manchen Geräten, wie beispielsweise bei diversen Samsung-Smartphones, ist ein solch entsprechendes Programm bereits vorinstalliert. Damit man aber auch ohne ein entsprechendes Gerät loslegen kann, hat der Entwickler Techcat Mobile also diese App kreiert.

Der Download wiegt hierbei 5,88 MB, was noch zu verschmerzen ist. Der Funktionsumfang und die Bedienung sind ebenfalls toll gelungen. Man sollte jedoch bedenken, dass hier eine Menge Rechenaufwand fällig wird. Man braucht also ein Smartphone mit einem relativ potenten Prozessor und außerdem viel RAM. Mein Optimus Speed mit 512 MB kam jedenfalls schon etwas ins Schwitzen. Es wird auch von der App empfohlen, nicht benötigte Programme im Hintergrund abzuschalten.

Auch wird angeraten, die Internetverbindung für die Dauer der Videobearbeitung zu unterbrechen. Wenn der Film nämlich gerendert wird und es passiert eine kleine Störung, bricht der Vorgang ab. Sobald man das Tool gestartet hat, kann man ein neues Projekt anlegen. Hierbei kann man dann den Namen des Films festlegen, die Auflösung, das Dateiformat, die Bildwiederholrate, die Qualität und den Übergangseffekt. Folgende Werte sind möglich.

  • Videogröße: 1280×720, 640×360 und 360×240
  • Dateiformat: MP4, 3GP, MOV
  • Qualität: Niedrig, Mittel, Hoch
  • Bildwiederholrate: 24 oder 30 Bilder pro Sekunde

Hat man das Projekt mit den gewünschten Voreinstellungen gestartet, klickt man auf „Add Item“. Nun kann man Videos oder Fotos zum Film hinzufügen. Das funktioniert über zwei App-interne Mechanismen. Zum einen hat man einen Dateibrowser und zum anderen eine Galerie. Letzte hat aber, zumindest bei mir, ziemlich stark geruckelt. Hier wird auch nicht in Ordnern unterteilt, sondern alle Inhalte auf einmal dargestellt, die sich auf dem Gerät befinden.

Mit dem Dateibrowser geht das Navigieren einfacher, da man aber keine Vorschaubilder der Dateien hat, wird es schwieriger, zum gewünschten File zu gelangen. Wenn man mehrere Dateien ausgewählt hat, trennt das Programm diese mit einem Platzhalter für Übergänge. Davon gibt es 5 Stück und man kann die Anzeigedauer in 3 Stufen regeln. Wenn man auf ein hinzugefügtes Video klickt, erscheinen mehrere Optionen.

Eine Schere symbolisiert das zurechtschneiden von Start- und Endpunkt, daneben kann man die Bildgröße anpassen. Das Icon mit der Beschriftung „x2“ steht für eine Duplizierung des gewählten Feldes und der Mülleimer löscht den Bereich schließlich. Des weiteren gibt es noch ein Pluszeichen. Dies fügt weitere Felder hinzu. Mit dem blauen Pfeil der sich darunter befindet kann man die Positionen der einzelnen Segmente verschieben.

Bei Bildern gibt es logischerweise keine Schnittfunktion, man kann aber die Anzeigedauer und die Bildgröße anpassen. Man hat also jede Menge Möglichkeiten zum Personalisieren und Editieren seines Projektes. Auch ist es möglich Title Clips einzufügen. Hierbei kann man die Schrift positionieren und ändern, sowie den Hintergrund auswählen. Beim Audio-Editor hat man mehrere Tonspuren zur Verfügung.

Es werden die Audiospuren der Videos angezeigt, es gibt zwei Bereiche, um eigene Sounds einzufügen und einen weiteren Bereich, um mit dem Mikrofon selbst etwas aufzuzeichnen. Ein Klick auf „Rendern“ stellt das Video schließlich fertig. Dies kann sehr lange dauern. Mein Optimus Speed brauchte für mein 41 Sekunden Test-Video satte 7 Minuten. Das Video war jedoch im HD-Format und mein Smartphone hat, wie bereits erwähnt, nur 512 MB RAM.

Abgespeichert wird der Film in einem frei auswählbarem Ort auf dem Handy. Standardmäßig ist dass das Hauptverzeichnis der SD-Karte. Wiedergeben lassen sich die erstellten Filme problemlos. Jedoch scheint die Bearbeitung die Farbtiefe zu reduzieren, denn man sieht starke, unschöne Farbübergänge. Das fertige Ergebnis kann man auch direkt auf Youtube hochladen oder es auf diversen Kommunikationswegen, wie E-Mail verteilen.

Die eingebaute Anleitung funktioniert leider noch nicht, also muss man sich selbst den Weg durch das Programm kämpfen. Dabei war dieser Artikel hoffentlich eine kleine Hilfe. Mir hat das App jedenfalls gefallen. Mehr Effekte, eine Anleitung und eine höhere Farbtiefe wären aber wünschenswerte Verbesserungen.

Download AndroMedia Video Editor (Android Market)

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