Ceramic Destroyer

Andre Reinhardt 4
Ceramic Destroyer

Was auf dem ersten Blick anmutet wie der tausendste Breakout-Klon, erweist sich als erfrischend unverbrauchtes Spielprinzip.

Hier wird zwar auch zerstört – jedoch Keramik-Gebilde und keine Aneinanderreihungen von bunten Klötzchen. Auch gibt es kein Pad, mit dem man einen Ball jonglieren muss, sondern eine Schleuder mit verschiedenen, futuristischen Bomben. Das Ziel eines jeden Levels könnte einfacher kaum sein, denn man muss lediglich 90% des Kunstwerkes in die Luft sprengen.

So simpel wie das klingt ist es logischerweise aber nicht, denn man hat zwei Hauptgegner. Das ist zum einen die begrenzte Anzahl an Bomben und zum anderen die realistisch nachempfundene Physik. Die Schleuder lässt sich präzise im Schusswinkel verstellen und die abgeschossenen Explosionskörper prallen dann korrekt am Bildschirmrand ab oder haften bei der anvisierten Stelle am Keramik-Bauwerk.

Die Stärke des Abschusses lässt sich auch simpel regeln, in dem man das Katapult so weit spannt, wie man beabsichtigt die Bombe abzufeuern. Bislang gibt es 4 verschiedene explosive Scheiben.

  • Grüne Bombe: Explodiert simpel bei Kontakt mit der Keramik-Architektur.
  • Blaue Bombe: Wenn man das abgefeuerte Objekt erneut während des Fluges berührt, fliegen 3 Mini-Bomben durch den Bildschirm.
  • Gelbe Bombe: Ist geladen mit 3 kleinen Explosionskörpern. Während des Fluges klickt man auf 3 Stellen, in denen sich jeweils eine Mini-Bombe platzieren soll.
  • Violette Bombe: Man soll durch streifen über den Bildschirm die Umlaufbahn verändern können. Bei mir und laut Kommentaren auch anderen Leuten funktioniert dies nicht.

Auch wenn sich die blauen und gelben Bomben ähnlich anhören, agieren sie anders. Die blauen Wurfgeschosse bleiben ohne Explosion im Level haften und werden erst durch eine nachfolgende, in der Nähe befindliche Explosion aktiviert. Die gelben Bomben explodieren, wenn das „Lager“ aus der sie heraus gefeuert wurden mit ihnen kollidiert.

Es soll mehr als 80 Level geben, eine beachtliche Anzahl für Knobelfüchse. Die Grafik ist kein High-End, was aber für so eine Art Spiel auch nicht zwingend erforderlich ist. Die Effekte sehen nett aus und die Keramik-Gebilde sind auch schön gestaltet.

Als Soundkulisse wird einem ein orientalisch anmutender Soundtrack um die Ohren geworfen, welcher sich bescheiden im Hintergrund hält und damit nicht vom Geschehen ablenkt. Keramik-Töne gibt’s im Menü und die Explosionen wurden auch akustisch passend in Szene gesetzt, wenn diese auch etwas qualitativer ausfallen hätten können.

Das Spiel ist übrigens kostenlos und finanziert sich über einen nicht störenden Werbebanner oben im Bildschirm. Wie immer bei solchen Games gilt; einfach zu lernen, schwer zu meistern. Die Motivation stimmt allerdings. Meine Empfehlung hat das Spiel. Gebt ihm ruhig eine Chance.

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