Seid ihr Fans des Horror-Genres? Findet ihr die Rec-Filme besonders toll? Dann könnte dieses Spiel etwas für euch sein. Wir haben es hier mit einem Spiel aus der Ego-Perspektive zu tun, welches auf der Film-Lizenz basiert. Das Game kostet nur 2 Euro und reißt somit kein Loch in den Geldbeutel. Die Screenshots im Play Store und ein Video weckten mein Interesse.

 

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Facts 

Der Anfang war allerdings sehr schleppend. Das Spiel hatte, zumindest auf meinem Xperia S, die dumme Angewohnheit, sich beim Standby-Modus des Smartphones zurückzusetzen. Beim ersten Start nach der Installation muss ein knappes Gigabyte an zusätzlichen Daten aufs Handy geschaufelt werden. Hier ist also eine WLAN-Verbindung unumgänglich. Doch kaum ging das Display während des Downloads aus, musste das Herunterladen wieder komplett von vorne beginnen.

Deshalb musste ich einmal pro Minute aufs Display klicken, um den Standby-Modus zu verhindern. Dies war ziemlich nervig. Der Start des Spiels war dann aber positiver. Die Menügestaltung ist aufwändig und der rockige Sound gefällt ebenfalls. Das Intro zeigt die Reporterin des ersten Films, in deren Rolle wir auch schlüpfen und bis hierhin sieht die Grafik dann auch vielversprechend aus. Leider wurde jedoch bei einem Großteil der Level-Optik und auch bei den Charakteren und Gegnern nicht soviel Mühe in die Details gesteckt.

Was hingegen in großen Massen vorkommt sind Blutfontänen und Innereien. Das ist jedoch bei so einer Art Spiel unvermeidlich. Die Gewaltdarstellung lässt sich aber im Menü deaktivieren. Die Kulissen an sich wurden eng an den Film angelehnt und auch die Soundeffekte wissen zu gefallen. Generell wurde die Atmosphäre von Rec durchaus gut getroffen. Die Autofahrt zum Mietshaus, dem eigentlichen Schauplatz des Spiels und auch kleine subtile Einspieler, wie eine Störung der Kamera, lockern das Geschehen auf.

Oft kommt zumindest etwas das beklemmende Gefühl der Filme auf. Die Steuerung geht in Ordnung, hat aber noch Optimierungsbedarf. Man steuert die Reporterin mit einem gewohnten Analogstick und streift über den Bildschirm, um sich umzuschauen. Ein Klick auf die rechte Hand löst Schläge oder Aktionen (beispielsweise das Öffnen von Türen) aus. Ärgerlich: Abermals darf das Handy nicht den Standby-Modus aktivieren, denn sonst ist der Level-Fortschritt dahin. Nochärgerlicher:

Mein komplettes Handy hing sich während dem Spielen zweimal auf und musste neugestartet werden. Ob dies am Spiel selbst liegt, oder an der mangelnden Kompatibilität zum Xperia S, ist nicht klar. Die Kämpfe fallen sehr hektisch und actionlastig aus, haben eine gewisse Spannung, sind aber nicht fordernd. Das mag nun alles ziemlich negativ klingen. Die Abstürze lasse ich nicht in meine Wertung einfließen, da die Ursache nicht bekannt ist.

Davon abgesehen hat man ein Spiel, dass sich bei den Schauplätzen sehr nahe am Film hält, mit der Soundkulisse überzeugen kann und auch bei der Atmosphäre punkten kann. Bei der Grafik mangelt es jedoch etwas an Details und zumindest in den ersten 3 Level-Abschnitten auch an Abwechslung. Fans des Films können sich das Spiel jedenfalls anschauen – vorerst aber besser nicht auf dem Xperia S.

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Andre Reinhardt
Andre Reinhardt, GIGA-Experte.

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