Gravity Project: Forderndes Geschicklichkeitsspiel

Andre Reinhardt

Gravitation ist in Spielen ein beliebtes Gameplay-Element. Sei es die Gravity-Gun in Half Life 2 oder das Manipulieren der Umgebung bei Prey. Wer gerne selbst die Welt auf den Kopf stellt, ist bei Gravity Project richtig aufgehoben. Das Spielprinzip an sich ist hierbei schon länger bekannt. Die Spielfigur rennt automatisch einen Weg entlang und ihr müsst Hindernissen ausweichen.

Gravity Project: Forderndes Geschicklichkeitsspiel

Bei Gravity Project ist die Umgebung nicht so abwechslungsreich gestaltet. Alles wirkt etwas steril, aber das ist auch so beabsichtigt. Das Spiel versprüht einen Flair ähnlich der Tron-Filme. Alles ist recht dunkel und ein paar wenige, dafür aber stark hervorgehobene Farbaspekte dominieren den Tunnel. Richtig gelesen, Tunnel, denn ihr rennt schnurstracks durch diverse Schlauchlevel, die keinerlei Verzweigungen haben. Das mutet nun deutlich öder an, als es eigentlich ist. Man kann den rasenden Roboter auf vier verschiedene Arten bewegen.

  • Nach vorne rutschen
  • Über Hindernisse springen
  • Gravitation nach links ändern
  • Gravitation nach rechts ändern

Bei ersterer Aktion, die ihr mit einem Fingerwisch nach unten ausführt, gleitet der Blechkumpane mit den Füßen nach vorne, um durch Kisten oder unter Hindernissen hindurch zu rutschen. Die zweite Bewegung, den Sprung, führt ihr mit einem Fingerwisch nach oben aus. Einmal links oder rechts über den Bildschirm streifen verändert schließlich die Gravitation und ein Hindernisk, dass eben vor einem noch unausweichlich war, ist nun seitlich passierbar.

Zu Anfang ist die Prozedur noch sehr einfach, steigert sich aber stetig und verlangt ein schnelles Reaktionsvermögen ab. Wenn der Roboter an ein Hindernis knallt, quittiert er dem Spieler das mit einem blechernen Knall und fällt zu Boden. Ihr habt aber beliebig viele Versuche, um einen Level zu meistern. Die restliche Audio-Kulisse ist auch recht gelungen. Die elektronische Hintergrundmusik passt zum Geschehen, lässt sich aber zur besseren Konzentration auch abschalten.

Bei den Soundeffekten gibt es auch nichts auszusetzen. Als Grafik-Motor dient die Unity 3D Engine, welche beispielsweise in Shadowgun verwendet wird. Da die Optik, aufgrund des verwendeten Stils sowieso nicht allzu detailliert ausfällt, merkt man dies aber kaum. Um das Spielgeschehen etwas aufzulockern gibt es diverse Power-Ups. Wenn eine Mauer unausweichlich ist, muss man das Symbol erwischen, dass einen für kurze Zeit Wände durchlaufen lässt.

Des weiteren gibt es noch Zeitbonus-Münzen. Diese verlängern die stets ablaufende Zeit, die man zum Beenden eines Levels zur Verfügung hat. Wenn die Zeit abgelaufen ist, bedeutet dass eine Niederlage. Da man jedoch unendlich viele Versuche hat, ist dies zu verschmerzen. Das Spiel ist übrigens völlig kostenlos. Lediglich im Menü wird oben im Bildschirm Werbung eingeblendet. Im Spielgeschehen selbst ist keine Werbung vorhanden. Der Umfang des Games geht in Ordnung.

Es gibt 6 Sektoren mit jeweils 5 Level, welche sich optisch unterscheiden, inklusive einem 5-teiligen Tutorial. Bei den Optionen gibt es nicht viel Auswahl. Sound und Musik können ein- und ausgeschaltet und der Spielfortschritt zurückgesetzt werden. Des weiteren könnt ihr die App via sozialen Netzwerken euren Freunden empfehlen. Das Spiel mag kein bombastisches High-End Spektakel sein, der Spielspaß stimmt aber. Immer wieder greift der „Das muss doch zu schaffen sein!“-Faktor.

Mit über 36 MB ist Gravity Project kein Speicherschmeichler, aber dennoch sehr gut gelungen. Die Screenshots stammen aus dem Play-Markt, da es mit meinem Screenshot-Programm nur schwarze Bilder gab.

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