Wer an Jump ’n‘ Runs denkt, hat unweigerlich einen blauen Igel und einen italienischen Klempner im Kopf. Running Fred teilt sich jedoch, außer das Genre, nichts mit den beiden Kult-Charakteren.

Hier wird auch beherzt gerannt und gesprungen, jedoch sind die Konsequenzen dabei deutlich sichtbar. Fallen Igel und Klempner nach Feindberührung unblutig vom Bildschirm, geizt dieses Spiel nicht bei der Gewaltdarstellung. Daum ist das Game auch, trotz Knuddel-Optik, nicht für Kinder geeignet. Optional kann man jedoch in den Menüs Blut und umherfliegende Körperteile ausschalten. Der rothaarige Fred flitzt in einem riesigen Tempo durch die Levels auf der Flucht vor einem lilafarbigen Sensenmann.

Wenn Fred vor eine Mauer kracht, läuft er Gefahr, von diesem Gesellen einkassiert zu werden. Doch das ist noch lange nicht das Einzige, worum sich der Teenager sorgen machen muss. Sägeblätter, Abgründe und andere Fallen müssen überwunden werden. Hierbei werden in alter Mario-Tradition Münzen gesammelt. Diese werden dann in einem Shop investiert, um sich neue Outfits, Fähigkeiten oder Level freizuschalten. Das System funktioniert ähnlich wie bei GLU-Mobile Spielen.

Man kann ewig auf „normalem“ Weg zocken und mit sehr viel Geduld durch pures Spielen die gewünschten Extras freischalten oder man lässt Bares springen. Eine weitere Alternative sind auch hier Sonderaktionen, wie das Bewerben des Spiels auf Facebook. Die Grafik erinnert sehr an Nintendo 64 Zeiten, was nicht schlecht ist, heutige Smartphones haben aber deutlich mehr auf dem Kasten. Der Sound ist auch keine Wucht, passt aber zum Spielgeschehen.

Das Game hat den typischen „Das muss doch zu schaffen sein!“-Faktor und motiviert daher immer wieder aufs Neue. Zahnärzte werden sich aber sicher über mehr Besucher freuen, denn bei manchen verzwickten Passagen neigt man dazu ins Handy zu beißen. Die Steuerung ist jedoch denkbar einfach. Fred zischt automatisch durch die Levels geradeaus, seitlich bewegt er sich mit der Bewegung des Smartphones. Wenn man im rechten Bildschirmbereich toucht, springt der kleine Held über Hindernisse.

Mit 34 MB ist das Spiel für ein Vertreter seiner Art noch relativ kompakt ausgefallen. Mir hat Running Fred jedenfalls Spaß gemacht. Wenngleich es etwas frustrierend ist, dass man Checkpoints im Shop erwerben muss. Ein Fehlschlag führt so oft zum erneuten wiederholen des kompletten Levels.

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