Temple Run: Das Spiele-Highlight auf dem Prüfstand

Andre Reinhardt

Vom wilden Affen gebissen. Diesen Ausdruck kennt man und der Held dieses Spiels möchte es vermeiden, dass sich dieser Spruch in Realität verwandelt. Aus dem Tempel flüchtend jagt dem Abenteurer nämlich eine wütende Affenmeute hinterher. Nun heißt es die Archäologen-Beine in die Hand nehmen und möglichst viele wertvolle Trophäen dabei einsammeln.

Temple Run: Das Spiele-Highlight auf dem Prüfstand

Was für den PC Crysis ist, ist für iOS-Geräte Temple Run – zumindest beim Hype-Faktor, denn das Spiel erfreute sich auf Apples Plattform unglaublicher Beliebtheit. Kein Wunder also, dass dieses Game auch auf die Android-Plattform gebracht wird. Um 10 Uhr morgens informierte ich euch über das Erscheinen des Spieles im Play Store. Nun, nur wenige Stunden später, sind die Bewertungen bereits von über 2000 auf knapp 7000 gestiegen.

Das zeigt, dass das Spiel auch beim grünen Roboter für Aufsehen sorgt und darum wollten wir es uns für euch einmal näher ansehen. Das Spielprinzip ist nicht wirklich neu, die Grafik nicht auf dem aktuellen Stand der Technik und allzu abwechslungsreich fällt Temple Run auch nicht aus. Klingt nach überzogenem Hype? Das muss jeder für sich beurteilen. Meiner Meinung nach ist das Spiel durchaus gelungen, jedoch nicht der heilige Gral unter den Mobile-Games.

Was das Spiel ausmacht, ist die schnell greifende Suchtspirale, die durch die Punktehatz ausgelöst wird. Bei Temple Run gibt es keine Aufteilung in Level. Die Spielfigur rennt los und es entsteht ein schier endloser Lauf über eine Mauer die über einen Dschungel führt und von einem Indiana Jones-mäßigen Schauplatz begleitet wird. Abgründe wollen übersprungen werden, unter Baumwurzeln wird unten durch gerutscht und man muss sich schnell bei einer Verzweigung für einen Weg entscheiden.

Macht man dies nicht schnell genug fällt der Held ins Wasser, knallt an eine Wand oder kommt auf sonstige unangenehme Art zum Ende seines Laufes. Gesteuert wird die Figur sehr simpel. Ein Wisch nach oben lässt den Recken springen, ein Wisch nach unten lässt ihn unter Hindernissen hindurch rutschen. Nach links oder rechts muss man über den Bildschirm streifen, um bei einer Kreuzung eine Richtung zu wählen. Des weiteren macht das Spiel vom Lagesensor Gebrauch.

Ihr könnt das Handy nach links oder rechts drehen, um auf eine andere Seite zu wechseln und Münzen einzusammeln. Diese füllen eine Multiplikator-Anzeige, bei dessen Ende ein höherer Bonus herausspringt. Das Display ist auch nicht überfrachtet mit Anzeigen. Ihr seht rechts oben euren Punktestand, darunter eure Münzen und darunter dann ein gekauftes Extra, welches ihr einsetzen könnt. Denn im Spiel gibt es auch einen Shop für den Abenteurer.

Hier könnt ihr mit den gesammelten Münzen Extras oder neue Spielfiguren freischalten. Wenn ihr bestimmte Distanzen erreicht habt, zum Beispiel 500 oder 1000 Meter blendet euch das Spiel das zudem im Bildschirm ein. Die Statistik motiviert am meisten. Die gelaufenen Meter, die in einem Lauf maximal erreichte Distanz oder die Highscore, dass sind Faktoren, die einen immer wieder antreiben einen Versuch zu wagen.

Dabei fällt das Abenteuer aufgrund seiner vielen Verzweigungen auch sehr unterschiedlich aus, je nachdem, für welche Wege man sich entscheidet. Der Sound ist gelungen, das Trommeln im Hintergrund passt zur Spielkulisse. Die Effekte sind auch nicht schlecht, könnten aber etwas qualitativer sein. Zusätzliche Münzen könnt ihr gegen Bargeld erhalten. Hier liegt der Preis zwischen 75 Cent (2500 Münzen) und 15,18 Euro (200.000 Münzen).

Gratis kann man sich 500 Münzen sichern, wenn man die App auf Twitter und Facebook weiter empfiehlt. Ohne den Einsatz der Extras, die man durch diese Währung erhalten kann macht das Spiel dennoch Spaß, ist aber kniffliger. So kann man sich beispielsweise Flügel beschaffen, die einem vor dem Ableben bewahren oder das oder den Wert der Münzen nach dem Erreichen einer bestimmten Distanz erhöhen. Zudem lassen sich aufsammelbare Power-Ups wie Unsichtbarkeit in ihrer Dauer verlängern.

Damit kann man übrigens auch über Abgründe laufen. Es gibt also doch eine gewisse Abwechslung im Spiel selbst, auch wenn man das von der Kulisse nicht immer behaupten kann. Zu oft wiederholen sich Abschnitte. Davon abgesehen macht das Game jedoch sehr viel Spaß und man sollte auf jeden Fall einen Blick riskieren.

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