Exklusiv: Interview mit Julie Uhrman, CEO von OUYA

Kamal Nicholas 7

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Hast Du einmal darüber nachgedacht, das Geld, das Ihr durch Kickstarter sammeln konntet, zu nehmen, um Dich abzuseilen und irgendwo ein neues Leben zu beginnen?

Ha- ernsthaft, der große Erfolg auf Kickstarter hat mich mehr als jemals dazu angeregt, OUYA zum Leben zu erwecken. Und ich spüre den Druck der mehr als 50.000 Unterstützer, die an uns glauben.

Es ist aufregend und überwältigend – selbst für uns – die Kickstarter-Kampagne zu verfolgen. Unser anfängliches Ziel war es, 950.000 Dollar zu sammeln, und zwar in 29 Tagen. Stattdessen haben wir dieses Ziel in nur 24 Stunden mehr als verdoppelt.

Mit den letzten 2 Tagen, die angebrochen sind, wollen wir die Sache kraftvoll beenden. Wir wissen, dass je mehr Geld aus dem Kickstarter-Fundraising zur Verfügung steht, desto einfacher wird es sein, die Industrie wahrhaftig zu verändern. Ob dieses Geld von neuen Unterstützern kommt oder von solchen, die uns bereits helfen und ihre Zusicherung erhöhen wollen, dieses Geld wird für Spiele-Entwickler und Spielern von Nutzen sein. Weitere Unterstützung hilft uns dabei, noch mehr Konsolen zu bauen und einen besseren Support für die Spiele-Entwickler anzubieten (das ganze Geld wird in OUYA gesteckt, nicht ein Cent wird zu Profit oder Lohn).

Wann wird der OUYA-App Store eröffnet und wie viele Spiele sind bisher bestätigt?

Los geht es zusammen mit der Konsole im März 2013. Wir sprechen über keine bestätigten Titel außer die, die wir auch schon in unseren Kickstarter-Updates erwähnt haben (wie zum Beispiel Final Fantasy). Es war eine gemeinsame Entscheidung, keine ganze Reihe von Spielen vor Einführung der Konsole preis zu geben. Wir wollen, dass unser Angebot sich frisch anfühlt, wenn wir die Konsole nächstes Jahr versenden und sind der Meinung, dass es jetzt noch etwas zu früh ist, mit allem an die Öffentlichkeit zu gehen.

Im/Bis März 2013 wollt Ihr bis zu 80.000 OUYA-Konsolen ausliefern. Wie werdet Ihr das bewerkstelligen und wie könnt Ihr es Euch leisten, eine solch tolle kleine Maschine für nur 99 Dollar zu bauen?

Wir arbeiten mit einem hochqualifizierten Unternehmen und mit unserer Chip-Partnern bei Nvidia. Wir wissen, dass wir die Ware liefern können.

Die Hardware ist machbar. Wir haben unsere technischen Spezifikationen veröffentlicht und mittlerweile sollte jeder wissen, dass wir das Rad nicht neu erfinden. Es ist ziemlich viel Standard-Zeug, das wir maximal ausnutzen, um tolle Spiele zum Leben zu erwecken (und deshalb funktionieren die Kosten: Das  ganze Zeug unter die Haube zu bringen kostet etwa 99 Dollar). Einen funktionierenden Prototyp haben wir ja auch schon, wie auf einem Video auf unserer Kickstarter zu sehen ist, in dem ich Shadowgun spiele.

Indem wir leicht zugängige Komponenten nutzen können wir uns auf das konzentrieren, was die wahre Stärke von OUYA ist: unser einladender Zugang auf Spiele-Entwickler und das wunderschöne Design von Yves Behar.

Es ist vor allem das Entwickler-Vorhaben, das Geschäftsmodell und das Design, was so innovativ ist. Das Entwickler-Vorhaben und das Geschäftsmodell sind in der Konsolenwelt neu, doch einige unserer besten Ideen stammen aus dem mobilen Markt. Daneben ist uns natürlich das Konzept der Offenheit sehr wichtig. Das ist aber nichts, was wir erfunden haben. Wenn überhaupt haben wir das Gefühl, dass die Technologie sich dorthin entwickelt. Und wir wollten dafür einen neuen Platz schaffen: Konsolenspiele

Was haltet Ihr von dem OUYA-Hype? Bedeutet das für Euch mehr Druck oder fühlt Ihr Euch dadurch einfach nur in Eurem Vorhaben bestätigt?

Wir sehen es als unglaubliche Unterstützung unserer Vision an. Wir sehen, dass wir mehr als 50.000 Leute – plus die Leute, die stündlich dazu kommen – beliefern müssen.

Wer sind die Leute, die mehr als 10.000 Dollar gespendet haben?

Darüber kann ich leider nicht sprechen, Du wirst deren Nutzernamen auf Deiner OUYA sehen. Ich denke, Du wirst ein paar davon wiedererkennen.

Sehen Dich viele Männer als deren Traumfrau an (weil Du Videospiele liebst und so)?

Ich denke, dass müssen die Männer selbst sagen.

Solltest Du jemals nach Berlin kommen, würdest Du uns bei einem Spiel Deiner Wahl fertig machen?

Das kannst Du aber glauben. Aber nur auf der OUYA.

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So, damit wären wir am Ende unseres doch recht ausführlichen Interviews mit OUYAs CEO Julie Uhrman angelangt. Ich hoffe, Euch konnten ein paar offenen Fragen beantwortet werden oder Ihr habt etwas dazu gelernt, was Ihr noch nicht wusstet. Falls auch Ihr das Projekt noch unterstützen wollt, habt Ihr dazu noch ein wenig Zeit, die Frist endet am Donnerstag den 9.8.2012 um 1 Uhr.

Wie schon anfangs erwähnt, gibt es zu dem Interview auch noch das englische Original, das Ihr hier als PDF lesen könnt.

 

 

 

 

 

 

 

 

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