Google Glass: Nächste Phase in der Verteilung gestartet und mögliche Gefahr für den Straßenverkehr

Johannes Kneussel

An Google Glass scheiden sich nun wirklich die Geister. Die einen finden es eine super Idee, die anderen sehen es im besten Fall als unnütz an oder sich schon in Orwells Dystopie 1984. Fakt ist aber, dass die Brille kommen wird. Und das wird gar nicht mehr so lange dauern, Google hat jetzt mit der nächsten Phase der Verteilung begonnen. Andere hingegen machen sich schon Gedanken darüber, wie man die Nutzung einschränken könnte: so zum Beispiel die britische Regierung.

Google Glass: Nächste Phase in der Verteilung gestartet und mögliche Gefahr für den Straßenverkehr

2014 soll es soweit sein, dass die Brille an die Endkunden verschickt wird. Jetzt kam aber auch eine Email vom Google Glass-Team, dass die nächste Phase der Verteilung begonnen hat: So können die Entwickler, die sich auf der 2012er Google I/O eine Explorer Edition der Brille gekauft haben, einen Freund einladen, sich ebenfalls ein Modell zu kaufen. Damals gab es 5.000 Stück zu erwerben. Wie viele diesmal zur Verfügung stehen, ist unklar, es dürfte sich aber um eine ähnliche Menge handeln.

Aber natürlich kriegt man die Brille nicht einfach so - Google lässt sie sich immer noch fürstlich bezahlen. 1500 Dollar muss man aufbringen. Außerdem gibt es noch weitere Voraussetzungen: Man muss die Brille in New York, Los Angelos oder San Francisco selbst abholen, US-Bürger sein und über 18. Für uns ist es also immer noch schwierig, an ein Modell zu kommen.

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Künstliche Verknappung

Apropos schwierig: Google scheint begriffen zu haben, dass spärliche Informationen und eine künstliche Verknappung zu einem ganz schönen Hype führen können. Vielleicht haben sie sich da ja von Apple inspirieren lassen. Auf jeden Fall ist die Brille immer mal wieder in den Medien, aber auch nicht wirklich zu bekommen. Zumindest nicht für unsereins. Gleichzeitig kann Google einen größeren, aber gleichzeitig kontrollierten Feldtest fahren, wenn sie die Brille nur an bestimmte Tester verteilen. Ganz schön schlaue Strategie von ihnen also. Mit #ifihadglass hat dieses Explorer-Programm übrigens nichts zu tun.

Fahrverbot im Vereinigten Königkreich?

Das Department of Transport hat jetzt, bevor Google Glass überhaupt verfügbar ist, laut über die Gefahren im Straßenverkehr nachgedacht, die sich mit der Brille ergeben könnten:

„We are aware of the impending rollout of Google Glass and are in discussion with the Police to ensure that individuals do not use this technology while driving. It is important that drivers give their full attention to the road when they are behind the wheel and do not behave in a way that stops them from observing what is happening on the road.“

In Deutschland gibt es ja eine ähnliche Haltung bezüglich Mobiltelefonen. Diese dürfen ebenfalls nicht im Straßenverkehr benutzt werden. Wenn man erwischt wird, gibt es eine Strafe von 40 Euro und einen Punkt in Flensburg. Selbst als Radfahrer ist das Telefonieren während des Fahrens nicht erlaubt. Vielleicht werden wir also auch bald hierzulande von Herrn Ramsauer etwas in die Richtung hören.

Quelle 1, 2

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