Wer sich ein neues Android-Smartphone zulegt, z. B. ein Samsung Galaxy S7, findet in der Regel bereits zahlreiche Apps vorinstalliert. Mit einfachen Bordmitteln und ohne Root kann man diese „Bloatware“, also Apps, die man eigentlich gar nicht benötigt, zwar nicht löschen, doch um Systemressourcen zu sparen, lassen sich die Android-Apps deaktivieren.

Erfahrt hier, welche Apps man deaktivieren kann und von welchen vorinstallierten Anwendungen man die Finger lassen sollte. Vorab ist zu sagen, dass die Erstellung einer Liste mit Apps, die unter Android deaktiviert oder gelöscht werden können, nur schwer möglich ist, immerhin liefert jeder Hersteller und Netzanbieter seine Geräte mit vollkommen unterschiedlichen vorinstallierten Anwendungen aus.

Android: Standardapps definieren

Apps deaktivieren: So geht's unter Android

Das Deaktivieren von Apps ist häufig sinnvoll, da die Anwendungen auch ohne Nutzung Ressourcen, z. B. die Performance oder die Akkuladung, verschwenden. Zudem wird der App-Drawer durch unnütze Einträge gefüllt. Um eine App zu deaktivieren, geht wie folgt vor:

  1. Steuert die Einstellungen-App des Android-Geräts an.
  2. Hier findet sich zumeist unter „Apps“, oft auch unter „Anwendungen“ oder „Anwendungsmanager“ eine Liste mit den Apps auf dem Gerät.
  3. Lasst euch hier „alle“ Apps anzeigen.
  4. Sucht die Einträge heraus, die ihr deaktivieren oder gar löschen möchtet.
  5. Bei vorinstallierten Anwendungen, die sich nur mit Root löschen lassen, steht hier „Deaktivieren“. Drückt auf den Button, bestätigt die Abfrage und die Anwendung wird angehalten. System-Apps lassen sich nicht deaktivieren, der Button bleibt grau unterlegt.
  6. Nun werden die Systemressourcen, die durch die App belegt wurden, freigelegt. Falls ihr feststellt, dass das Smartphone nicht mehr richtig funktioniert oder einige Apps abstürzen, könnt ihr die App über den gleichen Button auch wieder einschalten.

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So kann man Android-Apps deaktivieren

Eine Auswahl von Apps, die man bedenkenlos deaktivieren kann, findet sich im XDA-Forum. Hierzu gehlren z. B. „S Health“, „TouchWiz“ oder „S Voice“. Auch KLMSAgent und MyPlaces gehört zu den Android-Apps, die man ausschalten kann. Beachtet, dass einige dieser Anwendungen automatisch reaktiviert werden, sobald man das Android-Smartphone neustartet. Beachtet, dass es unter Umständen zu einem Datenverlust oder Fehlern bei der Nutzung des Geräts kommen kann, wenn bestimmte Apps deaktiviert werden. Schaltet daher nur solche Anwendungen aus, bei denen ihr euch sicher seid, dass ihr sie nicht mehr benutzen werdet und auch keine andere App darauf zugreifen muss. Wer z. B. die „Galerie“-App deaktiviert, muss damit rechnen, keine Bilder mehr anschauen zu können.

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Wer die Apps komplett löschen will, sollte über die Installation einer Custom-ROM wie Cyanogenmod nachdenken. An anderer Stelle zeigen wir euch, wie man Bloatware vom PC entfernen kann.

 

Martin Maciej
Martin Maciej, GIGA-Experte.

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