Andy Rubin: Android-Erfinder arbeitet an randlosem KI-Smartphone

Rafael Thiel 4

Der Smartphone-Markt stagniert. Doch das hält Andy Rubin nicht davon ab, im großen Stil einzusteigen: Im Laufe des Jahres will der Vater des Android OS ein eigenes High-End-Smartphone mit randlosem Display, hochwertiger Verarbeitungsqualität und innovativen KI-Features auf den Markt bringen – und das ist nur der Anfang.

Andy Rubin: Android-Erfinder arbeitet an randlosem KI-Smartphone

Mit Innovationen war es in den letzten Jahren nicht weit her. In den Konferenzräumen der großen Smartphone-Hersteller obsiegte meistens Pragmatismus – wozu einen revolutionären Fortschritt wagen, wenn Kunden auch für evolutionäre Entwicklung zu zahlen bereit sind? Natürlich gibt es Ausnahmen. Doch bestätigen diese Ausnahmen, namentlich LG und Motorola, die Regel, denn sonderlich erfolgreich waren die modularen Smartphones der beiden Hersteller nicht.

Andy Rubin will den Markt umkrempeln

Da braucht es womöglich tatsächlich einen Andy Rubin, um wieder etwas Schwung in den Smartphone-Markt zu bringen. Nur gibt sich der Android-Erfinder damit offenbar nicht zufrieden: Einem Bericht von Bloomberg zufolge steht Rubin mit einem neuen Unternehmen in den Startlöchern, dessen Agenda ein vielschichtiges und vor allem miteinander vernetztes Portfolio an Hardware-Produkten vorsieht. Das schließt unter anderem mobile Endgeräte und „Smart Home“ ein, so Bloomberg mit Verweis auf eine mit der Materie vertrauten Person. Damit das klappt, hat Rubin für Essential, so der angeblich vorgesehene Name des Unternehmens, erfahrene Köpfe aus den Reihen von Google und Apple rekrutiert.

Das Zentrum der geplanten Plattform ist aber das bereits angesprochene High-End-Smartphone mit randlosem Display. Im Rahmen der kürzlich stattgefundenen CES soll Rubin, als CEO von Essential, das Mobilgerät einigen Provider-Vertretern gezeigt haben. Der Prototyp soll ein Display größer als das des iPhone 7 Plus (5,5 Zoll) besitzen, aber ein kleineres Gehäuse aufweisen.

Laut einer Quelle Bloombergs sind ferner ein drucksensitives Display und ein Industrie-Design aus einem Metallrahmen und einem Keramikrücken in Planung. Zudem arbeiten Ingenieure bei Essential daran, einen eigenen Konnektor zu entwickeln, um zusätzliche Hardware nachträglich anschließen zu können – etwa eine 360-Grad-Kamera, die sich situativ anschließen lässt. Bislang ist unklar, ob Rubin sich seiner eigenen Erfindung (Android) bedienen wird oder ein proprietäres OS bevorzugt.

Denn das Smartphone soll neben umfangreichen Hardware-Features auch ambitionierte Softwarefunktionen besitzen. „Neue Computer-Plattformen treten alle zehn bis zwölf Jahre zutage. Was ist die nächste Plattform?“, fragte Rubin auf der Bloomberg Technology Conference vergangenes Jahr in die Runde und gab dann selbst eine Antwort: „[Die nächste Plattform] betrifft Daten und lernende KI-Systeme.“ Nähere Details zum Umfang der künstlichen Intelligenz, an der Essential arbeiten könnte, gibt es nicht.

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Essential: Smartphone-Release im Sommer

Gemäß Bloomberg sieht Rubin einen Release zur Mitte des Jahres vor und geht davon aus, dass das Smartphone mit dem neuen iPhone und dem neuen Pixel konkurrieren wird. Der Preis soll laut einer Quelle in Gefilden des iPhone 7 liegen, also rund 650 US-Dollar. Fürs Erste arbeitet Essential aber noch im Geheimen, dementsprechend ist wohl ein erhöhtes Maß an Geduld angebracht.

Quelle: Bloomberg via AndroidAndMe

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