Fail des Tages: Unglücklicher WLAN-Hotspot-Name sorgt für Flugzeugchaos

Tuan Le

Das Smartphone ist in quasi jeder Lebenslage unser treuester Begleiter: Vor allem dient es uns als Schnittstelle zur Kommunikation mit der Außenwelt, wenn heimische WLAN-Netzwerke außer Reichweite sein sollten. Wer sein Gerät allerdings als Hotspot verwendet und damit obendrein auf Reisen geht, sollte sich vielleicht den einen oder anderen ungünstigen Netzwerknamen verkneifen - wie vermutlich seit kurzem auch die Passagiere eines Flugzeugs der australischen Airline Qantas bekräftigen können.

Wer neben seinem Smartphone auch noch einen Laptop sein eigen nennt, wird die Hotspot-Funktion seines Handys sicherlich schon einmal verwendet haben. Wenn man gerade unterwegs ist und am Laptop noch einige Angelegenheiten erledigen oder schlicht auf dem großen Display im Web surfen möchte, kann man das Smartphone - einen entsprechenden Datentarif vorausgesetzt - in einem mobilen Router umwandeln und dadurch andere Geräte mit dem Internet verbinden.

Hin und wieder sind es vielleicht auch Freunde und Bekannte, deren Datenverbindung nach übermäßigem Internetkonsum gedrosselt wurde und die einen Mitleid erheischend um die Freigabe des Hotspots bitten - damit sie „eben schnell Nachrichten checken“ können, was in der Praxis irgendwann unweigerlich zum endlos Daten verbrauchenden Herumscrollen auf Facebook führt, bis man als Hotspot-Betreiber notgedrungen die Verbindung kappt.

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„Mobile Detonation Device“ hält Flugzeug am Boden

Sind einem solche Szenarien bekannt, so neigt man sicherlich auch unter Umständen dazu, sich bei der Wahl des Netzwerknamens einen amüsanten Namen auszusuchen - um des einen oder anderen Lachers wegen. „Mobile Detonation Device“ (auf deutsch: Mobiles Detonationsgerät, besser bekannt als Bombe) ist dabei in Zeiten allgegenwärtiger Angst vor Terroranschlägen wirklich eine der ungünstigsten Bezeichnungen, die man sich sich für einen WLAN-Hotspot aussuchen kann. Schließlich denken die meisten hier wohl weniger an Zugang zu den Weiten des Internets, sondern unwillkürlich eher an so etwas wie einen Fernzünder für ein Attentat (durchgeführt von sehr schusseligen Terroristen, die keine Ahnung haben wie man einen Sprengsatz effektiv tarnt).

Was im kleinen Freundeskreis vielleicht noch in die Kategorie von fragwürdigem schwarzen Humor fällt, wird am Flughafen schnell zu einem handfesten Sicherheitsrisiko - mit allen damit verbundenen Komplikationen. Am vergangenen Samstag meldete eine besorgte Passagierin des Flugzeugs QF481 in Melbourne, dass sie mit ihrem Smartphone einen WLAN-Hotspot mit dem Horrorvorstellungen induzierenden Namen gesichtet habe. Der Pilot führte daraufhin eine Durchsage durch in der es hieß, man könne den Flughafen nicht verlassen, bis das betroffene Gerät ermittelt worden sei.

Mehrere Passagiere verlassen das Flugzeug

Nach etwa eineinhalb Stunden Wartezeit, in der der Scherzbold sich selbstredend nicht zu seinem Geniestreich bekannte, entschloss das Flughafenpersonal sich nicht von dem WLAN-Hotspot weiter beunruhigen zu lassen und gab schließlich die Freigabe für den Take-Off. Das wiederum schmeckte einigen Passagieren nicht, die sich nach der Sichtung des Netzwerknamens um ihre körperliche Unversehrtheit sorgten und sich weigerten loszufliegen.

Dies führte zu weiteren Verzögerungen, da die entsprechenden Insassen das Flugzeug mitsamt ihres Gepäcks verließen. Mit 2 Stunden Verspätung erreichte das Flugzeug dann schließlich doch noch den Flughafen in Perth - den Verursacher des Chaos wird man allerdings wohl nicht ausfindig machen können. Zumindest sollte man sich aber darüber im Klaren sein, dass der Name des WLAN-Hotspots in aller Öffentlichkeit sichtbar ist und lieber auf dubiose Namen verzichten - sonst kann man sich demnächst mit der Verzögerung des eigenen Flugs auch sicher vortrefflich selbst ein Bein stellen.

Quelle: The West Australian via Mashable, Turi2, Foto: Les Chatfield Flickr CC 2.0

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