Infografik: So vielfältig ist die Android-Welt

Kaan Gürayer

Wollte man böse sein, könnte man den Android-Markt als „fragmentiert“ bezeichnen – ganz so, wie es die Herrschaften aus Cupertino oftmals spöttisch tun. Doch Fragmentierung ist nicht zwingenderweise ein Nachteil, sondern steht in diesem Zusammenhang auch für Vielfalt und Auswahl. Wie bunt die Android-Welt tatsächlich ist, zeigt jetzt OpenSignal in beeindruckenden Infografiken. 

Bei OpenSignal handelt es sich um ein britisches Unternehmen, das sich auf die Verfügbarkeit von 3G/4G- und WLAN-Netzen spezialisiert hat und entsprechende Apps anbietet, um deren Netzabdeckung zu überprüfen. Aus einer Datenbasis von 682.000 Geräten, auf denen die Anwendungen von OpenSignal installiert waren, wurde jetzt eine mehr als bemerkenswerte Statistik für das bisherige Jahr 2015 erstellt.

Insgesamt zählte OpenSignal mehr als 24.000 unterschiedliche Android-Smartphones- und Tablets. Um die recht hohe Zahl ein bisschen zu erläutern: Damit sind nicht nur verschiedene Modelle gemeint, also beispielsweise ein Samsung Galaxy S5 und HTC One M8, sondern auch gleiche Modelle mit unterschiedlicher Softwarebasis. Ein Galaxy S5 könnte in der Statistik etwa noch auf KitKat laufen, während das andere bereits Android 5.0 Lollipop an Bord hat. Beide würden dann als unterschiedliche Geräte gezählt. Die Vielfalt wächst außerdem, da vergangenes Jahr 18.796 unterschiedliche Android-Geräte registriert wurden – 2013 waren es nur 11.868.

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Samsung dominiert die (westliche) Welt

Das in der Statistik häufigste Modell ist das Samsung Galaxy S3, gefolgt vom Galaxy S5 und dem Galaxy S4. Insgesamt steht Samsung, anders kaum zu erwarten, auch einsam an der Spitze mit einem Anteil von 37,8 Prozent bei den in der Statistik gezählten Geräten. An zweiter Stelle liegt LG, jedoch mit weitem Abstand. Danach erst folgen Sony und Motorola.

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Die Aufschlüsselung nach einzelnen Ländern fördert ebenfalls ein paar interessante Detail zutage: Auch hier dominiert Samsung und ist in allen westlichen Märkten die Nummer 1. In China allerdings, dem mittlerweile größten Mobilfunkmarkt der Welt, konnte sich der einheimische Hersteller Xiaomi die Spitzenposition sichern. LG ist stark in Lateinamerika vertreten und führt die Märkte in Argentinien, Uruguay und Peru an. Und aus Gründen, die uns auf den ersten Blick nicht wirklich ersichtlich sind, steht HTC in Saudi-Arabien an der Spitze. Auf der anderen Seite konnte sich Huawei in Venezuela und dem Iran die Pole Position sichern.

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iOS bietet kaum Auswahl bei Displaygrößen

Im gesamten iOS-Ökosystem kann der Käufer aus lediglich sechs Displaygrößen wählen: von 3,5 über 4 zu 4,7 und 5,5 Zoll der ehemaligen und aktuellen iPhones sowie 9,7 und 7,9 Zoll der iPad- und iPad Mini-Modellreihe. Hier zeigt sich der Nachteil von Apples geschlossenem Ansatz: Was der kalifornische Hersteller nicht selbst anbietet, gibt es einfach nicht. Im Android-Sektor stehen hingegen eine Vielzahl unterschiedlicher Displaygrößen zur Auswahl, die wirklich jede Vorliebe abdecken.

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Dass aber alles bekanntlich zwei Seiten hat, lässt sich dann bei der Verbreitung der neuesten Software ablesen: Hier hat nämlich iOS eindeutig die Nase vorn, denn 85 Prozent der erfassten Geräte laufen bereits auf iOS 8 und damit auf der neuesten Betriebssystemversion. Bei Android dominiert noch das fast zwei Jahre alte KitKat, das auf mehr als 39 Prozent der Geräte installiert ist. Android 5.0 und Android 5.1 kommen zusammen auf schmale 18,1 Prozent.

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Selbstverständlich ist diese Statistik nicht repräsentativ. Die Datenbasis von 682.000 erfassten Smartphones und Tablets gewährt aber dennoch einen spannenden Einblick die gelebte Android-Welt.

Quelle: OpenSignal, via: Golem

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