Maru OS: Wie aus dem Android-Smartphone ein Desktop-PC wird

Kaan Gürayer

Mit Continuum unter Windows 10 Mobile hat Microsoft gezeigt, wie sich Mobiltelefone im Handumdrehen zu einem kleinen Desktop-Computer umwandeln lässt. Maru OS geht den gleichen Weg auf Android: Schließt man das Smartphone über HDMI an einen externen Monitor an, wird von Android 5.1 Lollipop auf die Linux-Distribution Debian gewechselt und der Nutzer kann allerhand Desktop-Programme nutzen. 

Maru OS: Wie aus dem Android-Smartphone ein Desktop-PC wird

Ein bisschen Facebook, Musikhören und mit dem Freunden auf WhatsApp quatschen: Die Leistung, die moderne Flaggschiff-Smartphones mitbringen, wird in der Regel nicht mal ansatzweise ausgenutzt. Selbst über grafisch aufwändige Games können Chips wie der Exynos 7420 oder Snapdragon 810 nur müde lächeln. Was liegt da also näher, als die schiere Hardware-Power aktueller Smartphones zu nutzen, um waschechte Desktop-Programme anzufeuern? 

Vorhang auf für Maru OS – dem Android-Konkurrenten von Continuum unter Windows 10 Mobile.

Im Gegensatz zum Microsoft-Betriebssystem allerdings, das lediglich speziell angepasste Universal-Apps im Desktop-Modus anzeigen kann, bietet Maru OS den Zugriff auf die große Bandbreite der Linux-Welt. Wird das Nexus 5, bislang das einzige von Maru OS unterstützte Smartphone, via HDMI mit einem externen Monitor verbunden, startet ein Debian Linux auf ARM-Basis. Lauffähig sind dann bekannte Programme wie der Firefox-Browser, das Büroprogramm LibreOffice oder der E-Mail-Client Thunderbird. Praktisch: Auch im Desktop-Modus lässt sich auf die Daten des Smartphone zugreifen, sogar eine Mobilfunkverbindung ist möglich.

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Android-Versionen: Das Google-Betriebssystem.

Maru OS: Interessierte Nutzer müssen auf die Warteliste

Abgesehen von Microsofts Continuum hatte auch Canonical bereits die Idee, Smartphone und Desktop in einem Gerät zu verschmelzen. Das Aquaris M10-Tablet etwa zeigt beim Anschluss an einen Monitor den normalen Ubuntu-Desktop an. „Convergence“ nennt das südafrikanische Unternehmen dieses Feature.

Eine erste Beta-Version von Maru OS soll bereits fertig sein, allerdings lässt sich das innovative System noch nicht herunterladen. Auf der Webseite der Entwickler steht aber eine Warteliste bereit, auf der sich interessierte Nutzer eintragen und per E-Mail informieren lassen, sobald der Startschuss fällt.

Quelle: Maru OS, via: heise

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