Trageerkennung: Google bringt neue Smart Lock-Funktion für Smartphones [Update]

Jan Hoffmann 18

Google verteilt gegenwärtig eine neue Smart Lock-Option namens On-Body-Detection beziehungsweise Trageerkennung. Dieses Feature macht sich den Beschleunigungssensor des Smartphones zunutze und kann somit feststellen, ob das Gerät gerade in den Händen gehalten wird oder sich beispielsweise in der Hosentasche befindet. Ist letzteres der Fall, bleibt das Gerät entsperrt, wodurch ein ständiges ver- und entriegeln nicht mehr vonnöten ist.

Trageerkennung: Google bringt neue Smart Lock-Funktion für Smartphones [Update]
Update vom 22. März 2015: Die neue Smart Lock-Funktion wird mittlerweile auch in Deutschland verteilt und heißt hierzulande „Trageerkennung“. Mehrere Redaktionskollegen können bestätigen, dass das Feature in ihren Sicherheitseinstellungen verfügbar ist.

Mit Android 5.0 Lollipop hat Google die neue Funktion „Smart Lock“ eingeführt, die die Entsperrung von Smartphone und Tablet deutlich komfortabler macht. Statt ständig das eigens festgelegte Passwort oder Muster eingeben zu müssen, entsperrt sich das Gerät automatisch, wenn man sich an einem bestimmten Ort – beispielsweise zu Hause – befindet oder wenn ein vertrauenswürdiges Gerät, wie etwa eine Smartwatch, verbunden ist. Mit der Trageerkennung hat Google nun eine weitere Möglichkeit zur Absicherung per Smart Lock eingeführt, die nun auf ersten Geräten aufgetaucht ist.

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Die Trageerkennung erkennt, ob das Smartphone in den Händen haltet beziehungsweise in der Hosentasche transportiert wird oder ob es irgendwo abgelegt wurde. Je nachdem, sperrt oder entsperrt es sich dann automatisch.  Klingt kompliziert? Ist es aber gar nicht. Ein Anwendungsbeispiel: Trägt man das Smartphone in der Hosentasche und holt es heraus, um zum Beispiel jemandem auf WhatsApp zu texten. Normalerweise – sofern aktiviert – müsste man einen PIN-Code oder Entsperrmuster eingeben, um das Gerät zu entriegeln. Anschließend sendet man die Nachricht und schaltet das Smartphone wieder aus. Hier kommt jetzt das neue Feature zum tragen: Die On-Body-Detection erkennt durch den integrierten Beschleunigungssensor des Smartphones, ob das Gerät noch bei sich trägt – es also weiter in den Händen gehalten wird oder es wieder in der Hosentasche verschwunden ist – oder es irgendwo abgelegt wurde. Ist ersteres der Fall, bleibt das Smartphone weiter entsperrt, sodass man jederzeit schnell wieder darauf zugreifen kann. Wurde es hingegen irgendwo abgelegt, sperrt es sich wie gewohnt automatisch.

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Ganz besonders nützlich ist dieses Feature vor allem dann, wenn man sein Smartphone einmal im Café auf dem Tisch liegen lässt – dann verriegelt es sich ohne Zutun des Nutzers, womit es für Diebe kein Herankommen an die Daten gibt. Einziger Wermutstropfen: Befindet sich das Smartphone in entriegeltem Zustand und wird an eine zweite Person weitergereicht, so kann das Gerät selbstverständlich nicht feststellen, ob es sich nun um den Eigentümer handelt oder nicht.

Erstmals wurde diese Funktion auf einem Nexus 4 mit Android 5.0.1 Lollipop entdeckt. Nach und nach scheint die On-Body-Detection aber auch auf weiteren Nexus-Geräten Einzug zu halten. Die neueste Android-Iteration 5.1 scheint für die Smart Lock-Option somit keine Voraussetzung zu sein, wenngleich mindestens Android 5.0 Lollipop vorinstalliert sein muss. Offenbar verteilt Google diese Neuerung stufenweise, weshalb man sich unter Umständen noch eine Weile gedulden muss. Nutzerberichten zufolge scheint die neueste Version der Google Play-Dienste (7.0.97) Grundvoraussetzung für die On-Body-Detection zu sein.

Quelle: Android Police

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