5 Vorurteile, die Android-Nutzer nicht mehr hören wollen

Tuan Le 25

Das ist ein Vorwurf, den einige der größten Smartphone-Hersteller sich leider in der Vergangenheit selbst eingebrockt haben. Mit jedem großen OS-Update für Android geht bei vielen Nutzern tatsächlich eine gewisse Angst einher, ob ihr Gerät nun eine Aktualisierung erhalten wird oder nicht. Es gibt außerdem bei vielen Herstellern wie zum Beispiel Samsung eine recht intransparente Update-Politik, die zurecht bei vielen Nutzern für Verärgerung sorgte und den Südkoreanern jüngst sogar eine Gerichtsklage einbrockte.

Zunächst einmal muss aber auch wieder einmal deutlich hervorgehoben werden, dass es viel mehr verschiedene Android-Modelle gibt als Spielarten des iPhones. Natürlich ist es für Apple daher kein Problem, die neuen iOS-Updates in kürzester Zeit für alle aktuellen Smartphones bereitzustellen (man bringt ja nur zwei pro Jahr heraus). Der Vergleich ist also nicht ganz fair, denn aufgrund der vielfältigen Auswahl und den vielen verschiedenen Herstellern im Android-Bereich wird es immer eine gewisse Fragmentierung im Android-Bereich geben. Die neue Android-Version muss zudem nicht nur auf die jeweilige Hardware abgestimmt werden.

Auch Anpassungen in der Oberfläche sind bei den meisten Hardware-Herstellern in großem Umfang notwendig: Samsungs TouchWiz-Oberfläche, HTC Sense und Co. Unterscheiden sich massiv von dem von Google bereitgestellten Android OS und müssen mit jedem Update ebenfalls optimiert werden. Gerade diese Vielfalt ist es aber auch, die Android auszeichnet. Wer stets die neueste Android-Version sein eigen nennen möchte, kann alternativ auch auf die Nexus-Geräte von Google zurückgreifen. Diese werden traditionell beim Launch neuer OS-Versionen vorgestellt und erhalten darüber hinaus mindestens 2 Jahre lang innerhalb von kurzer Zeit nach dem Release die neuesten Android-Versionen.

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Android-Versionen: Das Google-Betriebssystem

Zum Thema: Hört auf, über Android-Fragmentierung zu jammern! [Kommentar]

Zudem hat Google aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und den Rhythmus beim Release von Updates seit Android 5.0 Lollipop angepasst: So gibt es nun vor dem finalen Release bereits eine Entwickler-Vorschau neuer Versionen, mit der App-Programmierer ihre Anwendungen schon im Voraus anpassen können. Das gilt auch für die Hardware-Hersteller, die nicht erst mit dem Release der neuen Android-Version mit der Arbeit an den Updates für die Smartphones anfangen. LG hat sich hier in der jüngeren Vergangenheit positiv hervorgehoben und zum Beispiel das Marshmallow-Update nur einen Monat nach der offiziellen Vorstellung bereitgestellt.

Ein weiterer, nicht zu vernachlässigender Punkt: Viele System-Apps, deren Pendants unter iOS nur per Firmware-Update aktualisiert werden, sind unter Android in den Play Store ausgelagert. Dadurch werden Updates für zentrale Bestandteile von Android wie zum Beispiel die Google Play Dienste schnell und regelmäßig verteilt, ohne dass große Firmware-Updates notwendig sind. Und, nicht zu vergessen: Auch die Google Play Services bringen regelmäßig Sicherheits- und API-Updates, unabhängig von der Android-Version. Diese Updates werden sogar ohne Zutun des Nutzers eingespielt – im Idealfall bekommt man davon nicht mal etwas mit.

Argument 5: „Android bietet kaum optimierte Tablet-Apps!“

Okay. Das stimmt leider. Das heißt aber nicht, dass wir das von euch hören wollen! ;)

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