Power - fest integrierte Android-App hilft bereits beim Akkusparen und Laufzeit verlängern

Den Bereich Power erreicht man über die Android-Einstellungen. Er ist ein nativer Bestandteil von Android und bei jedem Android-Smartphone (allerdings mit verschiedenem Funktionsumfang, je nach Android-Version) dabei. Hier kann man sich den aktuellen Akkustand ansehen, den Energiesparmodus aktivierten und Details zum Verlauf und zur Nutzung erfahren.

Der Verlauf zeigt uns an, wie sich der Akkustand über die Zeit verändert hat. Gleichzeitig können wir sehen, wie gut das Mobilfunksignal war, ob WLAN aktiviert war und in welchem Zeitraum der Bildschirm eingeschaltet wurde. Falls das Mobilfunk- oder WLAN-Signal hier immer wieder abbricht, ist das ebenfalls ein Zeichen für schlechten Empfang und man sollte sich Gedanken darüber machen, wie man ihn verbessern könnte.

Der Bereich Nutzung ist noch etwas interessanter. Hier können wir uns ein grobes Bild davon machen, welche App besonders viel Energie verbraucht hat. Dabei berücksichtigt Android, wie viel Zeit die App die CPU in Anspruch genommen hat und wie lange sie überhaupt aktiv war.

Übrigens: Falls hier der Prozess Android OS, die Play-Dienste oder Android-System immer ganz weit oben steht, kann es sein, dass ihr mit dem Android OS-Bug zu tun habt. Ob ihr betroffen seid, könnt ihr hier überprüfen:

Klickt man auf einen Eintrag, erhält man nähere Informationen zu der App. Außerdem kann man sie hier stoppen oder ganz deinstallieren. Aber Vorsicht: Die Angaben sind nicht immer ganz genau und nicht umfangreich genug. Deswegen brauchen wir auch noch andere Tools, um Akkufressern besser auf den Grund gehen zu können.

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System Panel / Task Manager - Task Killer sind schädlich für die Akkulaufzeit

Braucht man unbedingt einen Task Manager? Die Rede ist hier ganz bewusst von einem Task Manager, keinem Task Killer. Verabschiedet euch von dem Gedanken, dass ein Task Killer etwas zum Akkusparen beitragen könnte. Im Gegenteil, oftmals führt eine solche App sogar dazu, dass sich der Akku schneller entleert.

Wieso ist das so? Grob: Der Killer kickt Apps aus dem Arbeitsspeicher von Android, die dann eventuell später neu geladen werden müssen. Dabei verbrauchen Apps keine Energie, wenn sie lediglich inaktiv im Arbeitsspeicher liegen. Außerdem kann man mit einem Task-Killer nicht verhindern, dass Dienste im Hintergrund wieder neugestartet werden. Und das ständige Aus- und Anschalten von Apps verbraucht wesentlich mehr Akkulaufzeit, als es das kurze Ausschalten von Apps einsparen würde. Im Zweifelsfall unnötige Apps also immer deinstallieren.

Mehr Informationen dazu findet ihr in dem sehr interessanten Artikel über Task Manager und Killer. Noch weiter ins Details geht dieser wirklich informative Artikel: Android: Finger weg vom Arbeitsspeicher

Aktuell aktive Prozesse mit System Panel einsehen

Hier sieht man, welche Apps auf meinem HTC One gerade inaktiv im Arbeitsspeicher lagern:

Trotzdem kann ein Task Manager natürlich Sinn machen. Mit ihm kann man sehen, welche Apps gerade laufen und wie viel Arbeitsspeicher und CPU-Zeit sie benötigen. Hat man hier Apps, die sehr viel Rechenleistung der CPU in Anspruch nehmen, sollte man sich überlegen, ob dies in Relation zu ihrem Nutzen gerechtfertigt ist. Wenn man ein Spiel viel zockt, dann benötigt es viel CPU-Zeit, das ist klar, aber falls eine App, die man kaum benutzt, ständig im Hintergrund aktiv ist, dann ist das ein Zeichen dafür, dass man diese entfernen sollte.

SystemPanel App / Task Manager

SystemPanel App / Task Manager

Entwickler: NextApp, Inc.

Neben den aktiven und Serviceprozessen sieht man in einem Task Manager also auch immer die inaktiven. Keine Sorge: Diese verbrauchen wie gesagt keine extra Energie, Android hält sie einfach nur im RAM, um sie später schneller laden zu können. Falls eine aktive App sehr viel Arbeitsspeicher benötigt, ist das generell nicht schlimm, es kann aber dazu führen, dass inaktive Apps aus dem Speicher geschmissen werden, um das Handy nicht zu verlangsamen.

Die Serviceprozesse sind Dienste, die im Hintergrund laufen und aktuell kein eigenes UI geöffnet haben. Dazu gehören zum Beispiel Facebook, WhatsApp usw. Wenn man sie manuell „killt“, werden sie immer wieder geladen. Ein Ausschalten erhöht also nicht die Akkulaufzeit, sondern reduziert sie im Gegensatz.

Bei der App System Panel, die ich persönlich am besten finde, kann man sich auch sehr schön den Verbrauch einzelner Apps über einen bestimmten Zeitraum hinweg anzeigen lassen:

Doch leider zeigt die App „nur“ an, wie viel CPU-Zeit bestimmte Anwendungen gebraucht haben. Das ist uns noch nicht aussagekräftig genug.

Wie man mit dem Auslesen von Wakelocks noch deutlich mehr Akku sparen kann, schauen wir uns auf der nächsten Seite anhand verschiedener Hilfstools für Smartphones an.