Eigene Android-App erstellen – die besten Tipps und Tricks

Selim Baykara

Eine eigene Android-App für Smartphones oder Tablets zu erstellen, ist heute einfacher denn je – auch wenn ihr nicht erst langwierig programmieren lernen wollt. In diesem Artikel helfen wir euch beim Einstieg und stellen verschiedene Möglichkeiten vor, wie ihr eure eigene Anwendung erstellen könnt. 

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Ein Punkt gleich vorneweg: Selbst eine vergleichsweise simple App mit wenigen Funktionen zu erstellen, ist immer noch ein gutes Stück Arbeit. Das nächste Facebook, Snapchat oder WhatsApp werdet ihr nicht einfach mal so schnell nebenbei und ohne jegliche Kenntnisse einer Programmiersprache zusammenbasteln. Wenn ihr dennoch eine App benötigt, z.B. für euer Start-Up oder weil ihr einfach eine total geniale Idee habt und diese jetzt unbedingt umsetzen wollt, geht es zur Not aber auch ohne Programmieren.

Eigene App erstellen für Android: Mit Online-Baukasten

Möglich machen es sogenannte Online-Baukästen, mit denen ihr die App aus vorgefertigten Elementen zusammenbaut. Dabei handelt es sich meist um grafische Benutzeroberflächen, bei denen ihr aus verschiedenen Funktionen und Design-Vorlagen auswählt und euch die App nach und nach zusammenklickt. Im Prinzip kann man sich das Ganze ein wenig wie Lego vorstellen: Ihr sucht euch den jeweils passenden Baustein für eure Zwecke heraus und kombiniert die Einzelteile so wie ihr es für richtig haltet. Um den Code müsst ihr euch dabei nicht kümmern, denn der steckt in den vorgefertigten Elementen. Offensichtlicher Vorteil dieser Methode:  Es funktioniert komplett ohne Vorkenntnisse in der Programmierung.

  • Inzwischen gibt es eine ganze Reihe solcher Online-Baukästen, welche jede Menge Funktionen anbieten, empfehlenswert sind dabei vor allem AppTitanAppYourself oder iBuildApp
  • Nutzt ihr eines dieser Systeme müsst ihr euch zunächst registrieren und könnt dann direkt loslegen – beachtet aber, dass auch mit diesen Online-Bausätzen Kosten anfallen, die allerdings wesentlich geringer sind, als einen richtigen Programmierer zu bezahlen.
  • Realistisch sind Kosten von 500 Euro für eine auf diese Weise selbst zusammengestellte App, dazu können dann noch monatliche Kosten für das Hosting anfallen.
  • Wem das zu viel klingt: Ein einziger Programmierer kostet je nach Fähigkeiten leicht 50 bis 100 Euro pro Stunde – und in einer App stecken in der Regel sehr viele Arbeitsstunden.
  • Wenn ihr selbst einen Anbieter für Zusammenbau-Apps findet, solltet ihr darauf achten, was ihr mit dem Angebot wirklich bekommt. Viele sogenannte Web-Apps sind oft nicht viel mehr als eine mobile Website bzw. ein sogenannter Wrapper.
  • Ihr solltet mit dem Baukasten auf jeden Fall native Apps erstellen können, also echte Applikationen, die ihr beispielsweise über den Google Play Store herunterladen könnt, die mehr Funktionen bieten und die auch offline abrufbar sind.
  • Wenn ihr gerade nicht allzu viel Geld für eine App auf der hohen Kante habt, sollte ihr euch einmal AppYet oder Chayns anschauen. Bei beiden handelt es sich um kostenlose Baukasten-Systeme, die dann allerdings auch einen geringeren Funktionsumfang haben.

Noch relativ neu aber ebenfalls spannend ist der Dienst AppSpotr. Das Tool erinnert an den bekannten Baukasten WordPress – nur dass ihr euch damit Apps und keine Webseiten zusammenbaut. AppSpotr unterstützt neben Android auch iOS, dazu gibt’s eine eigene App, mit der ihr euch anschauen könnt, wie euer Werk im Endergebnis aussehen wird. Ganz umsonst ist der Dienst nicht, allerdings fällt der Einstiegspreis mit 1 Euro sehr moderat aus. Dazu kommen dann Kosten für das Veröffentlichen im Google Play Store. Das Hochladen übernimmt AppSpotr, weitere Extras wie Ortungsdienste oder eine Timeline kosten bis zu 19 Euro pro Feature.

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Android-Versionen: Das Google-Betriebssystem.

So könnt ihr eine App kostenlos erstellen

Eine weitere interessante Anlaufstelle für angehende Android-Entwickler ist das ehemalige Google-Projekt App Inventor. Hierbei handelt es sich um einen grafischen „WYSIWYG-Editor“ (What you see is what you get), der euch mit verschiedenen Bausteinen eine Android-App zusammenstellen lässt. Großer Vorteil: Auch der App Inventor ist vollständig kostenlos.

  1. Um die Software zu benutzen, benötigt ihr die Laufzeitumgebung Java, die ihr euch direkt bei uns herunterladen könnt.
  2. Danach folgt ihr den Setup-Anweisungen auf der Webseite des Projekts.
  3. Der App Inventor ist Cloud-basiert und läuft direkt im Browser – ihr benötigt also eine funktionierende Internet-Verbindung.
  4. Das Tool basiert auf einzelnen Bausteinen und Design-Vorlagen (Templates). Hier findet ihr einen Überblick über die Elemente.
  5. Schaut euch auch die Anfänger-Tutorials für den App Inventor an.

Eigene Android-App erstellen: Programmieren

Mit den obigen Vorschlägen könnt ihr euch eine gut aussehende und funktionale App erstellen, die völlig für private Zwecke oder für die Repräsentanz eures klein-/mittelständischen Unternehmens ausreicht. Wenn ihr mehr wollt oder vorhabt mit eurer App die Welt zu erobern, werdet ihr nicht um das Programmieren herum kommen. Im Idealfall habt ihr bereits Vorkenntnisse, wenn nicht müsst ihr das Handwerk von der Pike auf lernen. Genau dazu haben wir einige extrem hilfreiche Anleitungen und Bücher sowie die drei besten Online-Tutorials zum Thema App Programmieren für euch zusammengestellt.

Daneben gibt es natürlich eine extrem umfangreiche Literatur, die gerade Anfängern den Einstieg ins Programmieren erleichtert. Wollt ihr Android-Apps entwickeln, müsst ihr euch mit Java auseinandersetzen, da das Betriebssystem auf dieser Sprache basiert. Empfehlenswerte Bücher für den Einstieg sind sowie . Wenn ihr euch schon ein wenig auskennt und/oder Vorkenntnisse habt, könnt ihr euch an das sehr umfangreiche Standardwerk  herantrauen. Für komplette Anfänger ist das Buch allerdings nicht zu empfehlen, da es sehr tief in die Materie geht und vor allem fortgeschrittene Themen behandelt, die euch als Anfänger nur verwirren würden.

Welchen Namen wird Google für Android 10.0 "Q" wählen?

Google steht vor einer schwierigen Aufgabe mit der nächsten Namensgebung von Android-Version 10.0 "Q". Nicht viele Süßigkeiten und Gebäcke fangen mit dem Buchstaben an. Wird Google sein Schema beibehalten? Was glaubt ihr, wie Android Q heißen wird? Lasst es uns wissen!

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