Apps für Fitness zuhause – Fit werden ohne rauszugehen

Norman Volkmann

Fit werden – so lautet der Leitspruch von viele Menschen zum Jahreswechsel. Doch direkt Geld auf den Tisch legen und eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio abschließen. Wer das nicht will, dem stellen wir heute die drei beliebtesten Fitness-Apps für Zuhause auf iOS und Android vor. Abnehmen und dabei nicht mal das Haus verlassen. Klingt großartig!

Apps für Fitness zuhause – Fit werden ohne rauszugehen
Bildquelle: Syda Productions/Shutterstock.

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Wer heutzutage fit werden will, muss nicht mehr ins Fitnessstudio oder sich mit Hanteln oder anderen Fitness-Utensilien eindecken. Das Smartphone einzuschalten und die richtige App aus dem App Store oder Google Play herunterzuladen kann schon reichen. Besonders beliebt dabei: Übungen für die ihr nur euren Körper braucht und die mit Körpergewicht alleine schon anstrengend sind und Resultate bringen. Nicht mit von der Partie ist der Trend des 7-Minuten-Trainings, obwohl ihr auch das Zuhause gut absolvieren könnt. Welche Apps wir dafür empfehlen? Lest am besten weiter.

  1. Runtastic Results
  2. Fitness Blender
  3. Freeletics
  4. Gymondo

Fitness-Apps für zu Hause: Runtastic Results

Bereits im App Store grinsen uns gestählte Damen und Herren an und zeigen uns, spaßig Fitness offenbar ist. Darüber hinaus will die App vom österreichischen Unternehmen Runtastic, dass im 2015 von Adidas übernommen wurde, euch schon nach 12 Wochen Veränderungen am eigenen Körper sehen lassen. Ohne Gewichte, ohne spezielle Ausrüstung – allerdings solltet ihr für den vollen Zugriff auf die App eine Premium-Mitgliedschaft bei Runtastic abschließen. Diese kostet 9,99 Euro/Monat oder 59,99/Jahr und ist damit nicht nur günstiger als eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio, sondern ermöglicht euch auch die Premiumvorteile anderer Runtastic-Apps. Und: Sie ist eine Fitness-App für Zuhause – alle Übungen könnt ihr also auch im heimischen Wohnzimmer erledigen. Oder in der Küche, wir wollen euch da nicht reinreden.

Runtastic Results: App-Vorstellung des Anbieters.

Über 120 HD-Videos zeigen euch jede Übung im Detail, sodass ihr sie richtig und damit effektiv ausführen könnt. Ebenso wichtig: Die App erlaubt euch Zugriff auf eine detaillierte Ernährungshilfe, der euch Rezepte und Gerichte empfiehlt, um beim Abspecken zu helfen. Dabei geht es aber nicht nur um’s Abnehmen. Selbst wer schon regelmäßig Sport treibt, aber nun gezielt Muskelaufbau bestimmter Muskelgruppen betreiben will, findet ebenso passende Übungen wie jemand, der blutiger Anfänger ist.

Runtastic Results im Überblick:

  • 12 Wochen-Trainingsplan, nach eigenen Vorstellungen anpassbar
  • Trainingseinheiten zwischen 15 und 45 Minuten
  • Umfassende Trainingsvideos mit genauer Erklärung jeder Übung
  • Kein Sportequipment notwendig
  • Premium-Mitgliedschaft notwendig: hoher Preis für die Inhalte einer App, lohnt sich aber, wenn man sich auf den Trainingsplan einlässt


Runtastic Results Fitness App
Entwickler:
Preis: Kostenlos

Fitness-App für Zuhause mit YouTube-Trainings: FitnessBlender

Hierzulande noch nicht so bekannt, aber auf YouTube bereits mit Millionen Klicks ausgestattet: FitnessBlender. Kelli und Daniel sind ein Ehepaar aus Oregon und haben Fitness Blender bereits 2008 gegründet. Eigentlich sind sie private Fitness Trainer, die mit ihren Videos auf YouTube allerdings viel mehr Menschen erreichen wollten und seit jeher immer weiter wachsen. Wenn ihr euer Geld nicht den großen Unternehmen in den Rachen werfen wollt und näher an die Basis rücken wollt, seht euch einfach eins der über 1.000 Videos an, die die beiden kostenlos auf YouTube verfügbar gemacht haben. Seit 2015 gibt es nun auch die passende App für Fitness Blender. Diese ist kostenlos im App Store und bei Google Play verfügbar und eine Mischung aus sozialem Netzwerk und HUB für Trainingsvideos sowie Trainingsplänen. Das sorgt vor allem für Motivation: die zahlreichen Vorher/Nachher-Bilder aus der Community aber auch von den Trainern selbst zeigen oftmals beeindruckende Ergebnisse. Ebenfalls ein großer Pluspunkt: Die beiden Trainer sind dermaßen sympathisch während der Videos, dass man tatsächlich Spaß hat – selbst während den anstrengendsten Übungen.

Eine klassische Mitgliedschaft bietet Fitness Blender nicht an, allerdings könnt ihr 4- beziehungsweise 8-wöchige Trainingspläne für bestimmte Muskelgruppen oder Ganzkörperprogramme kaufen. Monatsprogramme kosten dabei 9,99 US-Dollar, zweimonatige Programme 14,99 US-Dollar. Dazu gibt es kleinlich ausgearbeitet Essenspläne, die für Vegetarier, Veganer und Fleischesser angepasst werden können, mitsamt Rezepten und Einkaufslisten für jede Woche. Bevor ihr ein Programm kauft, könnt ihr allerdings aus der riesigen Sammlung der kostenlosen Videos wählen und einfach ausprobieren, wie sehr euch die Videos zusagen. Auf der könnt ihr nach Videos suchen, die euren Kriterien entsprechen. Das geht im Übrigen auch in der App.

Fitness Blender auf einen Blick

  • Über 1.000 Videos kostenlos auf YouTube verfügbar
  • Nette Community
  • Viele Rezepte und Gerichte – allerdings mit amerikanischen Einheiten
  • Videoserien für bestimmte Muskelgruppen
  • Zahlreiche Übungen, die keine Sportequipment benötigen
  • Sympathisches Team, nahbarer als andere Fitness-Apps
  • Unterteilung in HIIT-Videos, Muskelaufbau oder Cardio-Training
  • Nur auf Englisch verfügbar

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.

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Mit der Fitness-App Freeletics Zuhause schwitzen

Freeletics bläst im Grunde ins gleiche Fitness-Horn wie Runtastic Results. Oder andersherum, Freeletics kam mit ihrer App immerhin schon lange vor Runtastic auf den Markt. Auch hier haben wir motiviert dreinblickende und deutlich austrainierten Models, die uns mit ihren Blicken still verurteilen. Aber jetzt wird ja alles besser. Wirklich! Auch Freeletics könnt ihr kostenlos im App Store oder bei Google Play herunterladen. Aber auch hier gilt: Wer bezahlt hat mehr von der App. Dann bekommt ihr einen Trainer an die Seite gestellt, der nach euren Vorstellen einen Plan an Übungen entwirft, die euch effektiv und rasch in Form bringen sollen. Kostenpunkt dabei: 34,99 Euro/drei Monate oder 79,99 Euro/Jahr. Kein Abo dagegen ist der Ernährungsteil der App – für einmalige 29,99 Euro bekommt ihr Zugriff auf eine große Datenbank an Rezepten und Tipps, damit ihr euch auch langfristig gesund ernähren könnt.

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Notifikationen, die ab und an am Smartphone aufpoppen, sollen euch regelmäßig daran erinnern, wieder zu trainieren und am Ball zu bleiben. Mit dem Coach und dem gezahlten Programm solltet ihr aber auch so erst einmal ausreichend Motivation genießen. Das Coaching umfasst anfangs ein einen Fitness-Test, der euer Fitness-Level festlegt, einen Wochen-Trainingsplan sowie die Festlegung von Zielen. Ihr könnt dabei wählen, wie häufig ihr dabei in der Woche trainieren wollt. Könnt ihr Übungen besonders gut, oder machen sie euch sehr viel Spaß, gebt dem Coach Feedback und er gibt euch Variationen von bekannten Übungen, die diese noch fordernder machen.

Freeletics im Überblick

  • Große Community, motivierende Community-Challenges
  • Coach-Feature für individuelles Trainingsgefühl und individuelle Trainingspläne und Übungen
  • Training nach eurer eigenen Geschwindigkeit
  • Nur Körpergewichtsübungen – kein Sportequipment benötigt
  • Teurer als die direkte Konkurrenz von Runtastic
  • Rezepte und Gerichte mit Zutatenliste und Zubereitungstipps
  • Fazit: Die besten Fitness-Apps für Zuhause

Freeletics Bodyweight
Entwickler:
Leap Fitness Group
Preis: Kostenlos

Freeletics Bodyweight
Entwickler:
Preis: Kostenlos

Gymondo: Im Web und als Fitness-App für Zuhause

Ihr habt Gymondo vielleicht schon einmal in der Fernsehwerbung gesehen. Das Unternehmen bietet zahlreiche Fitness-Übungen und Sportarten für euch an. Yoga, HIIT-Trainings, Muskelaufbauprogramme – all das bietet Gymondo. Trainingsvideos mit Trainer, zu denen ihr eine Verbindung aufbauen könnt, sowie zahlreiche Rezepte und Ernährungspläne helfen euch auch dabei, eure Ernährung gesünder zu gestalten.

Gymondo Werbung.

Um auf alle Inhalte zugreifen zu können, braucht ihr auch bei Gymondo eine Premium-Mitgliedschaft. Diese kostet euch für drei Monate 32,99 Euro oder für ein ganzes Jahr 74,99 Euro. Allerdings bekommt ihr damit nicht nur Zugriff auf bestimmte Übungen und Trainingspläne, sondern erhaltet PDFs mit Ernährungstipps und -pläne, sowie den vollen Zugriff auf das Web-Angebot von Gymondo. Dort gibt es Fitness-Videos, Yoga-Kurse und andere Sporteinheiten. Außerdem könnt ihr an mehrwöchigen Programmen teilnehmen, um abzunehmen oder bestimmte Muskelgruppen aufzubauen. Jeder Kurs und jedes Programm sind dabei mit einem Schwierigkeitsgrad bedacht – für einfach bis schwer. Damit soll euch die Motivation auch nicht ausgehen, wenn ihr schon eine Weile dabei seid.

Gymondo im Überblick:

  • Zahlreiche Fitness-Videos und Kurse unterschiedlicher Sportarten
  • Individuelle Trainings- und Ernährungspläne
  • Mit dem Fitness-Profil haltet ihr die eigenen Fortschritte im Auge
  • Rezepte und Kochanleitungen in der App – mit Zutatenrechner (allerdings ohne Kalorienangaben)
  • große Community, sehr stylische App
  • Körpergewichtsübungen, allerdings auch Übungen mit Equipment

Gymondo – Fitness Training
Entwickler: Gymondo GmbH
Preis: Kostenlos

GYMONDO
Entwickler:
Preis: Kostenlos

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Unser Fazit für die Fitness-Apps für Zuhause

Was gibt es besseres als mit einer Fitness-App zu Hause trainieren? Ok, mir fallen direkt ein paar Dinge ein, allerdings keine, die meinen Bauch kleiner werden lassen. Natürlich gibt es noch mehr und spezialisierte Fitness-Apps für Zuhause, allerdings bieten die drei vorgestellten Apps zahlreiche Funktionen für ihr Geld. Gerade wenn man die Beträge mit Mitgliedschaften in Fitnessstudios vergleicht in denen man nicht überall Ernährungsberatungen erhält, rechnet sich das schon. Der Erfolg am eigenen Körper hängt dabei allerdings auch sehr stark von euch ab. Alle Apps mühen sich um ständige Motivation, ist es doch häufig der einzige Faktor, weswegen das Vorhaben „Fit werden“ so oft scheitert. Wer aber einen eisernen Willen hat, wird auch Erfolg haben. Und vielleicht seid ihr ja dann in ein paar Monaten auch so ein durchtrainiertes Modell, das wahlweise fröhlich oder fokussiert in Kameras blicken und Sportfaulenzern ein schlechtes Gewissen machen kann. Viel Glück!

Welche Android-Version nutzt ihr?

Welche Android-Version nutzt ihr auf eurem Smartphone? Welche Version hat euch bis jetzt am besten gefallen? Welches Update war für euch besonders wichtig? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!

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