WAP-Billing sperren und Abofallen vermeiden

Martin Maciej

Einmal falsch gedrückt und schon flattert eine Rechnung ins Haus. Kostenfallen lauern sowohl am PC als auch auf mobilen Geräten. Auf dem Smartphone oder Tablet wird häufig über das sogenannten „WAP-Billing“ abgerechnet. Ein Betrag wird also direkt über die Mobilfunkrechnung abgezogen.

Immer mehr machen sich Betrüger und dubiose Anbieter das WAP-Billign zunutze, um Nutzer unwissentlich in Abofallen tappen zu lassen. Um sich vor Kostenfallen zu schützen, kann man das WAP-Billing ausschalten.

Deutsche Mobilfunknetze.

Was ist WAP-Billing?

Die Bezahlung über die Handyrechnung findet etwa beim Kauf von Klingeltönen über das Mobilgerät Verwendung. Der Nutzer muss die Zahlung über eine WAP-Seite bestätigen. Bei der nächsten Mobilfunkrechnung wird der Betrag dann eingezogen. Viele dubiose Seiten verstecken die Angabe der Kosten jedoch auf der Seite oder verklausulieren Angaben zu Preisen so, dass man auf den ersten Blick nicht sehen kann, dass ein Betrag von der Mobilfunkrechnung abgezogen wird. Diese werden dann auf der nächsten Handyrechnung meist im Abschnitt „Beträge anderer Anbieter“ geführt.

Seid ihr unwissentlich in eine Abofalle geraten, solltet ihr Folgendes unternehmen:

  • Überlegt, welcher Klick euch in die Abofalle geführt haben kann. Häufig verstecken sich solche Stolperfallen bei dubiosen Gewinnspielen, angeblich kostenlosen Apps oder vermeintlichen Hacks und Generatoren für Spiele.
  • Kontaktiert euren Mobilfunkanbieter. Dieser sollte euch Auskunft darüber erteilen können, woher der geforderte Betrag stammt.
  • Widersprecht dem Abovertrag bei diesem Drittanbieter.
  • Zudem könnt ihr das Formular der Verbraucherzentrale nutzen, um einen bereits per Lastschrift eingezogenen oder anderweitig geforderten Betrag zurückzufordern.
Bilderstrecke starten
18 Bilder
Android-Versionen: Das Google-Betriebssystem.

WAP-Billing sperren: So klappts

Um zu verhindern, dass man etwa aus Versehen ein Klingelton-Abo abschließt, kann man das WAP-Billing deaktivieren. Das funktioniert über die sogenannte Drittanbietersperre. Diese Sperre verhindert, dass man ungewollt über das Handy Abos abschließt oder in andere teure Kostenfallen tappt. Die Drittanbietersperre muss beim Mobilfunkanbieter direkt eingerichtet werden. An anderer Stelle zeigen wir euch, wie das bei o2, Telekom, Vodafone und anderen großen Anbietern funktioniert.

  Drittanbietersperre einrichten

Das WAP-Billing ist per se keine schlechte Funktion, schließlich bekommt man so die Möglichkeit, bestimmte Dienste und Funktionen bequem per Handyrechnung zu bezahlen. Auch gewollte In-App-Käufe können über die Handyrechnung beglichen werden. Ist die Drittanbietersperre eingerichtet, ist man zwar vor unbeabsichtigten Kosten geschützt, kann jedoch auch nicht mehr bewusst Zahlungen über die Mobilfunkrechnung tätigen.

Welchen Namen wird Google für Android 10.0 "Q" wählen?

Google steht vor einer schwierigen Aufgabe mit der nächsten Namensgebung von Android-Version 10.0 "Q". Nicht viele Süßigkeiten und Gebäcke fangen mit dem Buchstaben an. Wird Google sein Schema beibehalten? Was glaubt ihr, wie Android Q heißen wird? Lasst es uns wissen!

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

Neue Artikel von GIGA TECH

  • Google Home Max im Preisverfall: Großer WLAN-Lautsprecher zum Kampfpreis?

    Google Home Max im Preisverfall: Großer WLAN-Lautsprecher zum Kampfpreis?

    Googles kraftvollster WLAN-Lautsprecher ist eine mögliche Alternative zu Sonos-Lautsprechern und eignet sich, um auch größere Räume zu beschallen. Mittlerweile wird der anfängliche Preis von 399 Euro (UVP) vom Handel deutlich unterboten. GIGA hat sich aktuelle Angebote angeschaut, wie jetzt aktuell bei MediaMarkt und Saturn.
    Stefan Bubeck
  • Jogging, Fitness, Yoga: Diese Kopfhörer eignen sich am besten für Sport

    Jogging, Fitness, Yoga: Diese Kopfhörer eignen sich am besten für Sport

    Musik hören und dabei Sport machen: Eine super Kombo, die für gute Laune sorgt und die Motivation fördert. Es stellt sich allerdings die Frage: „Welchen Sport-Kopfhörer soll ich kaufen?“ GIGA verrät dir, worauf zu achten ist und stellt die besten Bluetooth-Modelle für Sportler vor.
    Stefan Bubeck
  • Günstiger Gaming-PC für 300 Euro: So viel Leistung bietet ein Rechner zum Konsolen-Preis

    Günstiger Gaming-PC für 300 Euro: So viel Leistung bietet ein Rechner zum Konsolen-Preis

    Wer eine günstige Plattform zum Zocken sucht, der greift in den meisten Fällen zur Konsole – so ein Gaming-PC kostet schließlich verdammt viel Geld. Doch ist das wirklich so? GIGA hat mit der Unterstützung von Notebooksbilliger.de einen günstigen Rechner für etwa 300 Euro zusammengestellt, um diesem Gerücht auf den Grund zu gehen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. 
    Robert Kohlick 9
* Werbung