App-Downloads beim iPhone sinken: Warum sich Entwickler dennoch freuen können

Holger Eilhard 1

Erstmals seit 2015 sagen Analysten nun einen Rückgang bei den Downloads in Apples App Store voraus. Für Entwickler bedeuten die sinkenden Download-Zahlen von iPhone- und iPad-Apps jedoch keinen akuten Grund zur Sorge.

App-Downloads beim iPhone sinken: Warum sich Entwickler dennoch freuen können
Bildquelle: GIGA.

App Store: Downloads sinken, Umsätze steigen

Die Analysten von Morgan Stanley haben die App-Store-Zahlen der vergangenen drei Monate analysiert und mussten dabei unter anderem feststellen, dass die Zahl der Downloads in einem Quartal erstmals seit dem 1. Quartal 2015 (via Kif Leswing, AppleInsider) gefallen ist. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Rede von einem Minus von 5 Prozent.

Gleichzeitig ist aber die Rede von Einnahmen im App Store in Höhe von 3,7 Milliarden US-Dollar im vergangenen Quartal. Dies entspricht einem Wachstum von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies deutet daraufhin, dass etwa In-App-Käufe oder Abodienste weiterhin stark genutzt werden.

Beim Blick auf Apples gesamten Services-Bereich, auf den das Unternehmen seit einiger Zeit verstärkt Wert legt, zeigen sich laut Morgan Stanley Einnahmen in Höhe von 11,5 Milliarden US-Dollar. Hier ergibt sich ein Plus von 17 Prozent, wenn man das Vorjahresquartal als Vergleich herannimmt. Im direkten Vergleich mit dem Dezemberquartal sanken die Einnahmen aber um 1 bis 2 Prozent.

Eine weitere Dienstleistung, die in einigen Monaten auf Apples Services-Abrechnung zu finden sein wird, ist Apple TV+:

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Apple App Store: Spiele weiterhin äußerst beliebt

Insbesondere in China erfreut sich der Spielebereich des App Stores großer Beliebtheit. Legten die Einnahmen durch Spiele im Dezemberquartal bereits um 9 Prozent zu, waren es im März weitere 10 Prozent. Die nahende Vergabe von Lizenzen durch die chinesischen Behörden für Titel wie Fortnite, Call of Duty Mobile oder PUBG seien außerdem gute Vorzeichen für ein weiteres Wachstum.

Nicht so gut sieht es hingegen im Entertainmentsektor aus, die zweitgrößte Kategorie hinter den Spielen. Hier war laut den Analysten ein Rückgang des Wachstums um 26 Prozent zu beobachten. Als Grund werden „einige wichtige Unternehmen“, wie zum Beispiel Netflix, genannt, die nicht länger auf Apples Plattform setzen, um bezahlt zu werden. So können Neukunden nicht länger direkt aus der App heraus ein Abo abschließen, sondern müssen auf die Website des Anbieters ausweichen. Dadurch spart man sich aber gleichzeitig Apples Gebühren in Höhe von 30 beziehungsweise 15 Prozent.

Die genauen Zahlen zu Apples 2. Geschäftsquartal 2019 erfahren wir vom iPhone-Hersteller am Dienstag, den 30. April 2019.

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