App of the Day: RemotePad

Lucas

Am Montag bin ich im App Store ausnahmsweise durch die Programme mit dem Genre Produktivität gesurft. Natürlich scrolle ich sonst nicht wie blöd einen halben Kilometer, sondern suche nach interessanten Apps in den obersten 50 der Meistgekauften oder Meistgeladenen. Aber vorgestern hat es sich wirklich gelohnt, einmal darüber hinaus zu gehen, denn ich habe das kostenlose RemotePad entdeckt.

Das ist eine App, die es erlaubt, den iPod touch oder das iPhone als Trackpad für deinen Mac oder PC zu verwenden. Alles was man dafür braucht, ist ein WLAN-Netzwerk, in das beide Geräte eingeloggt sein müssen. Remote-Apps gibt es fast schon zu viele, es ist wie bei den „Taschenlampen“ oder „Uhrzeitanzeigern“.

Einmal eine Marktlücke von einem Programmierer entdeckt, setzten sich seine Kollegen hin und stopfen diese gnadenlos mit ihren eigenen Apps zu, sodass es gar keinen Spaß mehr macht, im App Store zu suchen. Man findet von jedem Typ eh nur ein Programm, das am besten ist. Oder zwei, die sich ergänzen. Schön wären natürlich mehr von diesen Programmen, die viele Funktionen in sich vereinen. Aber jetzt schweife ich schon wieder ab ;-)

Ich wollte ja erzählen, wie RemotePad so läuft. Was mich gewundert hat: Es ist kostenlos. Und was mich dann noch mehr gewundert hat: Es funktioniert sogar!

Richtig simpel ist nämlich die Konfigurarion. Man besucht diese Seite und lädt sich für das entsprechende Betriebssystem ein klitzkleines Programm herunter. Ich habe Vista, dafür (ebenso für XP) hat TENJIN eine EXE-Datei, die sich nicht installiert sondern direkt startet.

In dem Fenster werdet ihr eine IP-Adresse sehen. Öffnet jetzt die App auf deinem iTouch oder iPhone und seht nach, ob der Netzwerkname deines Computers erscheint. Wenn nicht, einfach die IP eintippen, die euch das kleine Fenster anzeigt. Dann auf Öffnen.

Wenn ihr so viel Glück habt wie ich, kommt auf deinem iPod/iPhone die Meldung Connected! und du kannst loslegen.Ist dies nicht der Fall, schau mal wie üblich in den Einstellungen der Firewall nach. Bei mir hat Kaspersky Internet Security freundlich gefragt, ob „Remote Pad Setup“ auch ausgeführt werden darf. Angenommen, ihr habt euch erfolgreich verbunden. Was kann man alles machen?

Zuerst stechen die Maustasten ins Auge: left, center, right. Mit dem Tippen auf „center“ bewirkt ihr das, was passiert, wenn ihr auf das Clickwheel deiner echten Maus drückt. So kann man in einem Browser besser scrollen und muss den Zeiger nicht erst zur Scrollbar bewegen. Die Tastatur kam in RemotePad in Version 1.4, der aktuellen. Teste können dadurch roblemlos getippt werden, fast ohne Verzögerung (hängt vom Netzwerk ab). Schade, dass es keine Tasten für Ctrl, Alt oder Fn gibt.

Tippt einmal auf die schwarze Fläche, um die Buttons am unteren Bildschirmrand ein- und auszublenden. Unten ist bei dieser App relativ. Die Tasten und Buttons drehen sich durch den G-Messer. In den Einstellungen (Setup) könnt ihr einstellen, welche Tasten ihr braucht. Es soll ja Menschen geben, die ganz ohne der rechten Maustaste zurecht kommen. Unfassbar für Windows User.

  • 1 = Nur linke Maustaste
  • 2 = Linke und rechte Taste
  • 3 = Alle drei Tasten

Noch ein paar andere Einstellungen wie Scroll- (Scrolling Speed) und Mauszeigergeschwindigkeit (Tracking Speed) oder Linkshändermodus (Primary Button) sind unter Setup zu finden. Es gibt dort auch die Option, eine Accelerometer-Steuerung einzuschalten. Diese funktioniert aber mehr schlecht als recht. Um wieder zurück zum Login-Bildschirm zu gelangen, wähle Setup -> Disconnect this session.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

Weitere Themen

* gesponsorter Link