App Store: Apple verbietet Apps, die sich selbst updaten

Florian Matthey 2

Apple hat Entwickler informiert, dass das Unternehmen im App Store nicht mehr solche Apps akzeptieren will, die Änderungen an den Apps selbst außerhalb des App Store zulassen. Davon ist der Dienst Rollout.io betroffen, der sich dagegen wehrt.

App Store: Apple verbietet Apps, die sich selbst updaten

Die Idee ist eigentlich gut: Wenn Entwickler ihre Apps im App Store veröffentlichen und dann merken, dass die App Bugs enthält, sollen sie nicht Tage warten müssen, bis Apple ein Update akzeptiert, das diese Fehler behebt. Stattdessen enthält die App von vorne herein Code, der es Entwicklern ermöglicht, Modifikationen an den Apps vorzunehmen, also auch außerhalb des App Store Fehler zu beheben.

Allerdings gibt Apple durch das Zulassen solcher Apps auch Kontrolle aus der Hand: Entwickler könnten so beispielsweise auch Features in ihre Apps integrieren, die Apple eigentlich nicht zulässt, und sie dann erst nach der Veröffentlichung im App Store freischalten. Auch ließe sich Malware im App Store so leichter einschleusen. Deswegen hat Apple jetzt die Auslegung seiner App-Store-Regeln verschärft und Entwickler informiert, dass entsprechend präparierte Apps nicht mehr erlaubt sind.

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Das Unternehmen Rollout.io bietet ein Entwicklerkit und eine Plattform an, über die sich Apps entsprechend „live“ updaten lassen. In einem Blog-Eintrag kritisiert das Unternehmen Apples Entscheidung: Rollouts Dienst sei beispielsweise sicher vor Angriffen durch Dritte. Auch habe man durch die Möglichkeit, schnell Bugs zu beheben, zahlreichen Benutzern das Leben erleichtert und „Millionen App-Abstürze“ verhindert.

Apple habe bisher keine Probleme mit Diensten wie Rollout.io gehabt und in seinen App-Store-Regeln auch ausdrücklich die Möglichkeit vorgesehen, JavaScript-Code live an Apps zu schicken, solange diese nicht die Funktionalität der Apps ändern. Jetzt habe sich Apple ohne Vorwarnung einfach entschieden, die Auslegung der Regeln zu ändern. Man befinde sich in Kontakt mit Apple, um sich über das Problem zu unterhalten.

Quelle: 9 to 5 Mac, Rollout.io

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