Apple entfernt einige Werbe-Blocker wegen Datenschutzbedenken

Florian Matthey 3

Apple hat einige Apps – vor allem Werbe-Blocker – aus dem App Store entfernt, weil diese root-Zertifikate installieren und somit potentiell persönliche Daten auslesen können. Die Apps sollen aber mit besserem Datenschutz zurückkommen.

Apple entfernt einige Werbe-Blocker wegen Datenschutzbedenken

iMore berichtet, dass sich Apple aufgrund von Datenschutzerwägungen dazu entschieden hat, Apps zu entfernen, die root-Zertifikate installiert haben, um Inhalte innerhalb von Apps zu filtern. Das Problem: Das Filtern erfolgte durch eine „Umleitung“ von Daten über einen Server des App-Entwicklers, was diesem potentiell ermöglichte, persönliche Daten auszulesen – auch solche, die mit SSL/TSL-Verschlüsselung geschützt waren.

Apple hat in einem Statement gegenüber der Website erklärt, dass das Unternehmen mit den betroffenen Entwicklern zusammen arbeite, um ihre Apps in den App Store zurückzubringen. Der Entwickler Been Choice hat bereits erklärt, dass er Werbe-Blockierungen für Facebook, Google, Yahoo, Yahoo Finances und Pinterest aus seiner App entfernen werde, um Apples Anforderungen zu genügen.

iMore wundert sich, warum Apple Apps mit root-Zerifikationen – also diesbezüglich maximalen Zugriffsrechten – überhaupt zugelassen hat. Mit diesen war es möglich, sämtliche Datenpakete auszulesen – inklusive Finanztransaktionen und privater Kommunikationsdaten. Betroffen seien allerdings nur solche Werbe-Blocker, die Daten in anderen Apps blockieren können, nicht Safari-Inhalte-Blocker wie Crystal oder Purify. Nach der Rückkehr der betroffenen Apps in den App Store sollten keine großen Datenschutzbedenken mehr bestehen.

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