Weil sie gegen das Gesetzt verstieß, hat Apple die Applikation FreeWeibo nun aus dem chinesichen App Store entfernt. Mit der App konnten Anwender die gesetzlichen Einschränkungen eines chinesischen sozialen Netzwerks umgehen. Einen ähnlichen Fall gab es bereits.

Der Twitter-ähnliche Dienst Sina Weibo ist in China zensiert. Mit FreeWeibo konnten Anwender alle Inhalte anonym und unzensiert durchsuchen. Das geht nun nicht mehr: Den Entwickler sagte Apple, dass die chinesische Regierung darum gebeten hat, FreeWeibo aus dem App Store zu entfernen. Das teilte Radio Netherlands Worldwide (RNW) der Nachrichtenagentur AFP mit. RNW hatte die Applikation zusammen mit chinesischen Internet-Aktivisten entwickelt.

Der kalifornische Hersteller ist offenbar gern auf der sicheren Seite: Im Oktober hatte man bereits eine Anti-Firewall App aus dem chinesischen App Store entfernt. Im Falle von FreeWeibo bleibt man in Cupertino seiner Linie zwar treu, dürfte dafür allerdings erneut einiges an Kritik ernten - vor allem von chinesischen Nutzern. Sie hatten schon vor drei Monaten gemeldet: „Das Obst ist kontaminiert.“

Einer der Gründer von FreeWeibo: „Steve Jobs dreht sich vermutlich im Grab um.“ Apple genießt bei vielen Kunden in China eigentlich ein gutes Image, wird als trendiges Unternehmen angesehen. Das ändere sich jetzt, meint er.

Apple Store in Shanghai (Bild: Apple).

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Thomas Konrad
Thomas Konrad, GIGA-Experte für macOS, iOS und Apple-Hardware.

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