Apple gnadenlos: 700 Apps rausgeworfen – zum Schutz der iPhone-Nutzer

Thomas Konrad 1

700 Apps verschwinden in einem von Apples wichtigsten Märkten aus dem App Store. Doch das harte Vorgehen hat einen einfachen Grund – und kann Nutzer vor Schadsoftware schützen.

Apple gnadenlos: 700 Apps rausgeworfen – zum Schutz der iPhone-Nutzer
Bildquelle: GIGA.

Um iPhones und iPads in China zu schützen: Apple entfernt 700 Apps aus dem App Store

700 Apps sind in den vergangenen Tagen aus dem chinesischen App Store verschwunden, berichtet The Telegraph und bezieht sich dabei auf Medienberichte aus Asien. Betroffen seien auch größere Apps – etwa ein chinesischer Google-Konkurrent und der Online-Retailer Pinduodo. Apple hat die Software allerdings aus gutem Grund aus dem App Store verbannt. Sie verstießen allesamt gegen eine entscheidende Richtlinie des Herstellers.

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Auf iPhone und iPad: Apps bezogen Updates ohne Überprüfung

Die 700 betroffenen Applikationen haben Updates offenbar direkt von den Entwicklern bezogen und umgingen so Apples Review-Prozess. Denn: Entwickler müssen Updates genau wie neue Software über das Developer-Portal des iPhone-Herstellers einreichen. Das schützt auch die Kunden: Schließlich will Apple dadurch auch verhindern, dass schädlicher Code auf die mobilen Geräte gelangt.

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Wie The Telegraph berichtet, ist China Apples größter Umsatzbringer für Apps. Zugleich ist Apple der einzige Anbieter eines Software-Download-Stores aus dem Ausland. Staatsmedien hatten Apple laut The Telegraph in der Vergangenheit bereits dazu aufgefordert, im App Store härter durchzugreifen.

Apples Präsenz in China beschäftigte die Presse im Frühjahr des Jahres: Apple hatte damals iCloud-Server und Verschlüsselungs-Keys auf chinesische Server umgezogen und sie damit – zynisch gesprochen – der chinesischen Regierung in die Hände gelegt. Denn: Das beteiligte Unternehmen, das die entsprechenden Server dafür bereitstellt, wird von einem Aufsichtsrat geleitet, der Verbindungen zur Regierung hat.

Apple hatte den Schritt damit begründet, die Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit der iCloud für chinesische Nutzer zu verbessern. Kritiker befürchten unterdessen, dass Apple dadurch einst gezwungen werden könnte, der Regierung Zugriff auf Nutzerdaten zu gewähren.

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