Apple, Amazon und Google müssen in ihren App Stores die Bestimmungen für „Fremium-Apps“ ändern. Von nun an dürfen die Anwendungen mit In-App-Käufen europaweit nicht mehr als „Gratis“ angezeigt werden. 

Wir alle kennen die sogenannten „Fremium-Apps“ oder auch „Free-To-Play“-Spiele im App Store von Apple und dem Play Store von Google. Als Nutzer kann man sich die jeweilige Anwendung kostenlos auf sein iPhone, iPad oder iPod touch herunterladen. Allerdings weisen die scheinbar kostenlosen Apps viele In-App-Käufe auf. Wer zum Beispiel mehr Inhalte freischalten möchte oder in einem Spiel weiter vorankommen will, muss zwangsläufig Geld investieren. Verbraucherschützer sehen darin eine Täuschung des Kunden.

Schon in der Vergangenheit existierte ein Fall, bei dem ein Kind ohne die Erlaubnis der Eltern auf dem iPhone unzählige In-App-Käufe getätigt hat. Zwar hat zum Beispiel Apple unterhalb der iOS-Apps eine Kennzeichnung für In-App-Käufe hinzugefügt, italienischen Verbraucherschützern scheint das aber nicht auszureichen. Amazon, Apple und Google haben sich nun auf eine alternative Formulierung für das Herunterladen von Apps geeinigt. Demnach ändert sich die Bezeichnung im Apple App Store von „Gratis“ auf „Laden“. In Deutschland ist eine solche Änderung bereits Ende letzten Jahres erfolgt. Mit dem Sieg der Verbraucherschützer sollen aber europaweite Regelungen angestrebt werden. Unter anderem ist auch der bekannte Spiele-Entwickler Gameloft von der Neuregelung betroffen. Den App-Anbietern drohte im Prozess eine Strafzahlung in Höhe von fünf Millionen Euro.

Quelle: WSJ