Damit hat niemand gerechnet: Ist das Apples neuer Goldesel?

Sven Kaulfuss

Millionen von iPhones, iPads , Macs und Smartwatches spülen jedes Jahr Unsummen von Dollar und Euro in Apples Sparstrumpf. Der ist prall gefüllt und wächst und wächst und wächst. Doch die neueste Geldquelle hatte niemand so richtig auf der Rechnung – dabei könnte sie sich als wahrer Goldesel herausstellen.

Damit hat niemand gerechnet: Ist das Apples neuer Goldesel?
Bildquelle: pixabay.

Sind euch schon mal Werbeanzeigen in Apples App Store aufgefallen? Die verstecken sich neuerdings in der App-Suche und drängen sich rotzfrech an die erste Position bei den Ergebnissen, diese Apps tun quasi so, als würden sie dazugehören. Der iPhone-Hersteller blendet diese Anzeigen natürlich nicht aus Gutherzigkeit ein, sondern hält dafür bei den Entwicklerstudios die Hand auf. Kurzum: Apple vertickt Anzeigen – wir berichteten bereits darüber.

Apple macht noch mehr Gewinn: Milliarden durch Anzeigenverkauf

Ein einträgliches Geschäft: Bis 2020 soll allein dieser Bereich ganze zwei Milliarden US-Dollar jährlich für Apple einspielen – ein feines, „kleines“ Sümmchen. Zu diesem Ergebnis kommt der Analyst Toni Sacconaghi des Bankhauses Bernstein, der dazu noch anmerkt, dass es sich eher um eine konservative Schätzung handelt. Meint: Wahrscheinlich gibt’s am Ende noch mehr Geld für Apple.

Im App Store gibt es jetzt zwar Suchergebnisse – dafür soll der Shop, so Apple, aber sicherer sein: 

Neuer iPhone-Spot: „App Store“.

Doch wie kommt Sacconaghi auf diese Zahl? Apple selbst veröffentlicht für diesen Geschäftsbereich keine separaten Zahlen, der Posten findet sich generell zusammengefasst im Dienstleistungsbereich. Dort werden auch alle Einnahmen der App Stores, der iCloud und von Apple Music zusammengefasst. Der Analyst erwartet jedoch aufgrund einer Schätzung schon in diesem Jahr 500 Millionen US-Dollar allein durch den Anzeigenverkauf im App Store – der Rest bis 2020 ist dann Prognosespielerei für Fortgeschrittene.

Der Nachschub an Hardware bleibt nicht aus, vielleicht gibt es ja irgendwann auch mal ein iPhone iQ:

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Apples aktueller Einstieg in die Welt der iPhones bei Amazon *

Der Kreislauf des Apple-Geldes

Grundlage für einen wachsenden Dienstleistungsbereich von Apple war und ist der wachsende Absatz beim iPhone. Logisch: Mit jedem verkauften iPhone vergrößert sich zwangsläufig dann auch die Anzahl der Adressaten für potenzielle Werbeanzeigen in den App Stores. Es handelt sich also um nachgelagerten Umsatz – Apple bleibt so auch weiterhin in erster Linie eine Hardwarefirma, deren Software und Dienstleistungen aber für den Verkauf der Hardware den entscheidenden Unterschied machen. Der perfekte Kreislauf. Oder anders ausgedruckt: Apple selbst ist ein wahrer Goldesel.

Quelle: CNBC via MacLife.de

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