Die EU-Kommission hat Apple kritisiert. Das Problem sind erneut In-App-Käufe. Apple habe zu wenig getan, um für mehr Transparenz zu sorgen. Konkurrent Google wurde hingegen mit seinen angekündigten Änderungen im Play Store gelobt.

Zuletzt hatte die EU die beiden Technikkonzerne im Februar zum Gespräch gebeten, um über Lösungen für versehentlich getätigte In-App-Käufe zu diskutieren (wir berichteten). Die EU-Kommission forderte damals vor allem eine bessere „Kindersicherung“, damit diese nicht ohne Wissen der Eltern auf Shoppingtour gehen können. Auch mehr Transparenz war einer der Kritikpunkte.

Heute, rund fünf Monate später, kritisiert die EU-Kommission in einer Pressemitteilung Apples fehlende Bemühungen. In erster Linie geht es darum, dass Freemium-Spiele nicht mehr als „gratis“ gekennzeichnet werden sollen.

Laut Spiegel Online hat der Konzern die Kritik der Kommission bereits zurückgewiesen. Die In-App-Käufe werden klar gekennzeichnet und der Konzern habe bereits effiziente Kindersicherung eingebaut. In iOS 7.1 hat Apple Hinweis zu In-App-Käufen eingeführt. Dem Nutzer wird damit angezeigt, dass er für 15 Minuten „shoppen“ kann, ohne sich erneut anzumelden. Außerdem kommt mit iOS 8 Family Sharing. Damit müssen Eltern immer erst die Bestätigung geben, um einen Kauf zu genehmigen.

Google wurde hingegen für seine zahlreichen angekündigten Änderungen gelobt. So werden Freemium-Apps zukünftig nicht mehr als „kostenlos“ oder „free“ gekennzeichnet. Zudem hat Google eine Leitlinie für Entwickler veröffentlicht, nach der Entwickler keine Kaufaufforderungen an Kinder aussprechen sollen. In-App-Käufe müssen unter Android zukünftig jedes Mal erneut bestätigt werden. Der Nutzer kann diese Option aber auch deaktivieren. Im September dieses Jahres will Google die Änderungen umsetzen.

In den USA hat Apple bereits vor einiger Zeit einem Vergleich zugestimmt, bei dem es um unbeabsichtigte In-App-Käufe von Kindern ging. Hierzulande beschwerten sich mehrere EU-Mitgliedsstaaten über solche Käufe.

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