iPhone-Tastatur mit TrackPoint a la ThinkPad (App-Tipp)

Sven Kaulfuss 3

Geben wir es zu: Das Editieren von Text auf dem iPhone kann eine Qual sein. Vereinfachen möchte dies die App „Jot“. Sie simuliert einen TrackPoint, wie ihn Nutzer eines IBM Thinkpads zu schätzen wissen und erleichtert so Auswahl und Bearbeitung von Texten.

iPhone-Tastatur mit TrackPoint a la ThinkPad (App-Tipp)

Natürlich: Für uns Apple-User ist und bleibt das MacBook oder PowerBook das beste Notebook aller Zeiten. Dennoch muss man IBM zugestehen, einst mit dem ThinkPad ein mehr als nur wettbewerbsfähiges Gegenstück entworfen zu haben. Auch heute noch gehören die ThinkPads in ihrer klassischen Form zur ersten Wahl bei vielen Anwendern. Wenngleich für die Fertigung mittlerweile nicht mehr IBM sondern Lenovo verantwortlich zeichnet. Selbst Steve Jobs schätze die Entwurfsarbeit des deutschen Produktdesigners Richard Sapper, wollte den einflusseichen Formgestalter sogar für Apple abwerben. Der wollte jedoch nicht aus Mailand nach Kalifornien ziehen und hatte mit seinen damaligen Arbeiten für Alessi genug zu tun.

Was bleibt ist der legendäre TrackPoint, obwohl dieser nicht von Sapper, sondern schon 1984 von Ted Stalker, einem Wissenschaftler bei IBM, erfunden wurde. Der TrackPoint – ein roter Joystick, der sich inmitten der Tastatur befindet, als Maus-Alternative fungiert und schon beim ersten ThinkPad 1992 enthalten war. Viele Anwender schwören darauf und ziehen den kleinen Knubbel jedem Trackpad oder der Maus vor.

Jot: Der TrackPoint für die Tastatur des iPhones

Die neue App „Jot“ imitiert den TrackPoint für die Tastatur des iPhones. Wie beim Original können Anwender so einfach Text auswählen, ersetzen oder korrigieren. Hilfreich ist hierfür vor allem die Anzeige eines Cursors im Textfeld.

Macht erst mal einen guten und praktikablen Eindruck und verspricht in der Tat eine bessere Bearbeitung als die fummelige Standardfunktion von iOS. Größter Nachteil: Den Beschränkungen von iOS ist es zu verdanken, dass „Jot“ nur als eigenständige App funktioniert. Ergo: Der TrackPoint arbeitet also nur innerhalb dieses einen Texteditors. Ob man hierfür allein bereit ist, 3,59 Euro auszugeben? Vielschreiber auf dem iPhone nehmen diese Hürde vielleicht in Kauf.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.

Aber wer weiß: Vielleicht nimmt sich ja die Jailbreak-Community zukünftig des Themas an oder Apple integriert eine ähnliche Funktion in iOS 8. In jedem Fall spannend. „Jot“ gibt es derzeit nur für das iPhone oder den iPod touch, leider noch nicht für das iPad. iOS 7 ist Grundvoraussetzung.

Via Cult of Mac.

Bildquellen: Apple, Lenovo und Jot

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