Kaum noch neue Apps installiert: Ist der große Boom vorbei?

Florian Matthey 17

Ist der „App-Boom“ vorbei? Statistiken zeigen, dass Smartphone-Benutzer kaum noch neue Apps herunterladen: Sie kommen einfach mit dem bestehenden Repertoire gut zurecht.

Recode stellt eine steile These auf: Der App-Boom habe im Juli 2008 mit der Einführung des App Store fürs iPhone begonnen. Jetzt, acht Jahre später, sei er vorbei. Zwar kämen immer noch neue Apps hinzu und es gebe auch immer noch Leute, die diese herunterladen. Die Tage des explosionsartigen Wachstums seien aber vorbei. Das gelte sowohl für iOS als auch für Android und andere Plattformen.

Dies hätten zuerst unabhängige, kleinere Entwickler zu spüren bekommen, für die es schwierig sei, Kunden für ihre Apps zu bekommen. Jetzt bemerkten aber auch größere Entwickler, dass die meisten Smartphone-Benutzer einfach mit den Apps, die sie haben, zufrieden sind.

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app-boom-statistik

Im Schnitt laden sich amerikanische Smartphone-Benutzer – gerundet – null Apps pro Monat herunter. Im Vergleich zum Vorjahr seien die Download-Zahlen für iOS-, Android- und andere Apps im letzten Monat um 20 Prozent zurückgegangen. Weltweit gebe es zwar immer noch Wachstum; dieses sei im vergangenen Monat im Vergleich zum Vorjahr aber mit 3 Prozent auch nur noch sehr verhalten gewesen.

Ausnahmen bestätigen aber auch hier mal wieder die Regel: Unter den „großen“ Apps hätten es lediglich Snapchat und Uber geschafft, sich im Vergleich zum Vorjahr zu steigern. Auch bei Airbnb gab es zuletzt noch ein geringes Wachstum. Dass gerade Uber und Airbnb im Plus liegen, könnte bedeuten, dass Apps vor allem dann beliebt sind, wenn sie neue, innovative Funktionen anbieten, die sich nicht nur auf dem Smartphone selbst abspielen.

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