Slingplayer: Durch AT&T aus dem AppStore verbannt?

Ben Miller 4
Slingplayer: Durch AT&T aus dem AppStore verbannt?

AT&T sagt NEIN!
Wenn man den Quellen drüben bei Fudzilla glauben schenken möchte, wurde der, besonders in den USA langerwartete, Slingbox Slingplayer für das iPhone auf Druck von AT&T vom AppStore abgelehnt.

„AT&T fürchte um dessen Netz.“

Somit hätten AT&T und/oder andere offizielle iPhone-Mobilfunkpartner möglicherweise ein VETORECHT wenn es um die Zulassung von Apps in den AppStore geht. (Man erinnere sich an NetShare – das erste offizielle „iPhone als Modem“ App im AppStore, Skype).

Slingbox
Die Slingbox ist eine Art Home Entertainment System, welches unter anderem das Streamen eigener Videos und TV-Sendungen ins Internet ermöglicht. Somit kann man, sofern man offensichtlich kein iPhone hat, seine Videos und seine PayTV-Sender von überall aus via Internet ansehen.

Slingbox ist besonders in den Vereinigten Staaten populär, da dort das TV-System im Großen und Ganzen auf Pay-TV-Sender wie z.B. HBO, FOX aufbaut.


Die Amerikaner sind bekanntermaßen Vertragsverrückt. Dementsprechend ist sicherlich auch eine eigene „Bandbreiten Klausel“ Teil der Parnterverträge mit AT&T.

Und Apple ist wieder, auch im Falle Slingbox, in der Zwickmühle. Einerseits wäre der Slingplayer ein weiteres, großes Feature welches das iPhone noch attraktiver macht, andererseits sind Apple und AT&T Partner.

Wenn AT&T nicht die netzwerktechnischen Resourcen aufbringen kann und z.B. der Slingplayer nicht funktioniert, fällt dies unter anderem auch auf Apple zurück. Somit muss Apple auch auf die Netzauslastung von AT&T achten, was eigentlich kurios anmutet.

iPhone Market Share
Wenn man jetzt noch die Statistiken zur Nutzung des mobile Internets auf Smartphones beachtet, bei denen das iPhone meist weit vorne – oftmals sogar an erster Stelle ist, sind die Fixkosten für ein iPhone (Grundgebühren, Packetgebühren) bei offiziellen iPhone-Providern schon verständlicher.

Als Apple ein „Smartphone welches allen anderen 2 Jahren vorraus ist“ ankündigte, hätten wohl auch die etwaigen Mobilfunk-Partner ihre Netze dementsprechend aufstocken müssen.

Denn was bringen z.B. mir vielumworbene 3 GB Datenvolumen „inklusive“ wenn mir mein Provider vorschreibt welches App ich verwenden darf und welches nicht (Skype, NetShare, Slingplayer, etc.)?

Dieser Problematik hat sich zum Glück auf die Europäische Kommission angenommen.

„Bei der EU-Kommission in Brüssel beobachtet man die Blockade von VoIP in deutschen Mobilfunknetzen mit Argwohn. Eine neue Telekommunikationsrichtlinie, über die EU-Kommission, Parlament und Mitgliedsstaaten verhandeln, soll Abhilfe schaffen. Druck machen die Firmen Intel, Google, Microsoft und Skype.“

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

Weitere Themen

* gesponsorter Link