Sorgenfalten bei Apple: Dem iPhone gehen die Apps aus

Thomas Konrad 10

Die Anzahl der Apps im iOS-App-Store ging 2017 zurück. Dass Apple sich aber um etwas ganz anderes Sorgen machen sollte, belegt eine aktuelle Untersuchung eindrucksvoll.

Sorgenfalten bei Apple: Dem iPhone gehen die Apps aus
Bildquelle: GIGA.

App Store 2017: iOS-Entwickler treten auf die Bremse

Noch nie haben iOS-Entwickler dem App Store so wenig Neuzugänge beschert wie im vergangenen Jahr: Sie reichten 2017  rund 755.000 Softwaretitel bei Apple ein. Das sind stolze 29 Prozent weniger als im Vorjahr. Ein ganz anderes Bild ergibt sich bei der Konkurrenz: Dem Google Play Store fügten Entwickler letztes Jahr rund 1,5 Millionen neue Apps hinzu, 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Zu diesem Ergebnis kommt das App-Analyse-Unternehmen Appfigures in einer aktuellen Untersuchung. Unklar sind die Ursachen für den Rückgang; Apples strengere Vorgaben könnten manchen Apps den Zugang zum Store verwehrt haben. Allerdings ist ein Rückgang um knapp ein Drittel doch gewaltig – strengere Vorgaben hin oder her.

Weniger Apps im iOS-App-Store: Das sind die Gründe

Die Anzahl der Apps in Apples iOS-App-Store ist im vergangenen Jahr erstmals zurückgegangen – um immerhin 5 Prozent. Ende 2017 befanden sich 2,1 Millionen Titel im App Store; zu Beginn des Jahres waren es 2,2 Millionen. Der Google Play Store verzeichnet dagegen einen Zuwachs von rund 30 Prozent,  beherbergt nun rund 3,6 Millionen Anwendungen.

Einige iOS-Apps dürften einer groß angelegten Aufräumaktion des Herstellers zum Opfer gefallen sein. Mehrere hunderttausend soll Apple 2017 Berichten zufolge entfernt haben. Vermissen wird diese Apps aber niemand: Es handelt sich dabei um veraltete 32-Bit-Software, die mit iOS 11 nicht mehr kompatibel gewesen wäre. Dass Apple die eigenen Richtlinien für den App Store inzwischen strenger durchsetzt, macht Appfigures  für den Rückgang mitverantwortlich.

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So viel Apps teilen sich beide Systeme – und weitere App-Store-Fakten

Laut Berechnungen von Appfigures teilen sich beide Systeme – iOS und Android – rund 450.000 Apps. 1,6 Millionen Apps gibt es damit nur für iOS – und 3,2 Millionen exklusiv für Android-Geräte.

Mithilfe der hauseigenen Analystetools konnte Appfigures auch herausfinden, aus welchem Land im Jahr 2017 die meisten Apps kamen. Mit einem Anteil von 33,5 Prozent an iOS- und Android-Software liegen die Vereinigten Staaten auf dem ersten Rang. Dahinter liegt China, mit immerhin 15,9 Prozent. Deutschland teilt sich den fünften Rang mit Brasilien – und 2,8 Prozent. Indien liegt mit 5,1 Prozent auf dem dritten Platz. Dort hatte Apple 2016 in Schulungszentren investiert.

Übrigens: In fast allen Regionen der Welt sorgen Spiele für den größten Zuwachs im App Store – und zwar bei iOS und Android. Business-Software und Apps im Bereich Bildung sind bei Entwicklern fast genauso populär.

Quelle: Appfigures 

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