US-Gericht: Klagen gegen App-Store-Monopol sind zulässig

Florian Matthey 5

Ist das Monopol des App Store für iOS-Apps wettbewerbswidrig? Ein US-Berufungsgericht hat jetzt erstmals entschieden, dass entsprechende Klagen von Kunden zumindest zulässig sind.

Seit dem Jahr 2012 ist vor US-Gerichten ein Fall Namens Pepper et al v. Apple Inc. anhängig, in dem Kunden des App Store Apple wegen mutmaßlich wettbewerbswidriger Praktiken verklagen: Dadurch, dass Apple ausschließlich den App Store als Plattform für iOS-Apps zulasse, sei der Wettbewerb so eingeschränkt, dass App-Preise höher seien als sie es wären, wenn es auch andere Plattformen gäbe.

Apple argumentierte, dass es innerhalb des App Store genügend Konkurrenz gebe und die Entwickler selbst die Preisgestaltung ihrer Apps wählen könnten. Das erstinstanzliche Gericht hielt eine Klage von Kunden diesbezüglich für von vornherein unzulässig, sodass es sich mit dieser Frage gar nicht eingehender beschäftigte. Das zuständige Berufungsgericht hat jetzt entschieden, dass Klagen von Kunden doch zulässig seien und den Fall an die erste Instanz zurückverwiesen.

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Unangenehm für Apple

Wie das Gericht jetzt in dem Fall entscheiden wird, ist völlig offen. Es ist aber zumindest denkbar, dass es den betroffenen Benutzern einen Schadensersatz zusprechen wird – wobei es diesen schwerfallen dürfte, darzulegen, dass ein anderer „App Store“ Apps tatsächlich zu niedrigeren Preisen anbieten würde. Für Apple wäre eine solche Entscheidung jedenfalls höchst unangenehm, da das ganze Geschäfts- und auch iOS-Sicherheitskonzept des Unternehmens darauf basiert, dass es Software für iOS-Geräte nur über den App Store gibt.

Quelle: Reuters via 9 to 5 Mac

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