Zugemüllter App Store: Mittlerweile 90 Prozent „Zombie-Apps“

Florian Matthey

Der App Store ist voller „Zombies“: Apps, die kaum noch ein Benutzer findet und die deswegen kaum Beachtung bekommen. Für Entwickler wird das zu einem echten Problem – entsprechende Apps machen mittlerweile 90 Prozent aus.

Die Marktforscher und Analysten von adjust haben den „Zombie-App-Anteil“ im App Store ermittelt. Als „Zombie“ gilt eine App, die sich über keine Übersichts-Seite und keine Rangliste einer Kategorie im App Store auffinden lässt – die Benutzer also nur finden können, wenn sie ihren Namen oder einen entsprechenden Suchbegriff eingeben. Meist müssen sie also gezielt nach der jeweiligen App suchen, um sie noch auffinden zu können.

„Lebend“ ist eine App nach der Einordnung der Marktforscher schon dann, wenn sie in einem Monat an zwei von drei Tagen „auf einer Position der zehntausenden Top-Listen erscheint“. Eigentlich ist die Definition von „Zombie-Apps“ somit relativ eng gefasst.

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Und dennoch gibt es in der Relation kaum noch Apps, die keine „Zombies“ sind: Von den zwei Millionen Apps, die aktuell im App Store erhältlich sind, sind nur 200.000 „sichtbar“. Und das, obwohl Apple zwischen 2013 und 2014 zwei Millionen neue Plätze auf App-Listen erschaffen habe – auf denen aber offenbar immer dieselben Apps unter den 200.000 auftauchen.

Infografik: 90% aller iOS-Apps sind Zombies | Statista

Auf Statista ist eine Grafik zu sehen, die zeigt, wie dramatisch sich der Anteil an „unsichtbaren“ oder „Zombie-Apps“ in den letzten Jahren erhöht hat – bis 2013 machten sie nur mehr als die Hälfte aller Apps aus.

Aufgrund der schieren Masse an Apps im App Store ist es für Entwickler immer schwieriger, Aufmerksamkeit für ihre Software zu bekommen. Apple versucht, mit intelligenten Algorithmen gegenzusteuern. Die Entwicklung hin zu immer mehr „Zombie-Apps“ zeigt, dass das Problem aber eher zugenommen hat.

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