Raumklang mit iPhone: Entwickler verschenkt App im Wert von 2,69 Euro

Sven Kaulfuss 3

AirPlay kann nicht auf 2 oder mehr iOS-Geräten gleichzeitig Musik abspielen. Die App Seedio hingegen sendet Songs zwischen mehreren iPhones und iPads und bündelt so die Geräte zu einem einzigen großen Lautsprecher – die perfekte Raumbeschallung? Wir haben es ausprobiert.

Raumklang mit iPhone: Entwickler verschenkt App im Wert von 2,69 Euro

Eines der „Top-Features“ des Samsung Galaxy S4 sei die App Group Play – so der koreanische Hersteller. Mehrere S4 spielen zeitgleich denselben Song und beschallen so ganze Räume – was für ein Partyspaß. Wer kein S4 sein Eigen nennt, der verwendet stattdessen die Android-App SoundSeeder Speaker. Mit Seedio gönnen sich auch iOS-Nutzer den „Luxus“ der Raumbeschallung. Normalerweise kostet die App 2,69 Euro. Aktuell und noch bis Ende Dezember verschenkt der Entwickler die Anwendung. Bei diesem Angebot mussten wir zugreifen und testeten Seedio gleich an.

Raumklang mit iPhone und iPad: Seedio

Vorab: Um Seedio zu nutzen, müssen sich alle iPhone- oder iPad-User im selben WLAN befinden. Dafür reicht es auch aus, wenn jemand aus der Gruppe einfach einen Hotspot am iPhone oder iPad einrichtet – ein separater Router wird dann nicht benötigt. In der App wechseln wir mittels Schiebeschalter (rechts oben) zwischen Sender und Empfänger. Musik fügen wir aus mehreren Quellen durch den prominent postierten Plus-Button hinzu. Standardmäßig unterstützt Seedio die Anbindung der eigenen Musik-Bibliothek und YouTube. Bei letzterem wird natürlich nur die Audiospur gestreamt. Per In-App-Kauf darf Seedio auch auf Soundcloud oder eine frei wählbare Streaming-URL zugreifen – Kostenpunkt für diese Funktion jeweils 89 Cent.

Die Abspielreihenfolge einer solch erstellten Playlist können wir im Nachhinein noch frei ändern, auch lassen sich natürlich einzelne Songs herauslöschen oder wir bereinigen mit einem Knopfdruck die gesamte Liste. Was uns fehlte? Die Möglichkeit der Zufallswiedergabe (shuffle). Möchten wir die Songs nun zu unseren Mitstreitern streamen, so drücken wir einfach den runden Button – mittig im unteren Bereich der App zu finden.

Wer eine solche Liste empfangen will, der muss gleichfalls die App Seedio oder Seedio Free (Receiver) starten. In einer Liste sehen wir die aktuellen Geräte, die momentan streamen – auswählen und fertig. Ab sofort ertönt aus allen iPhone und iPads derselbe Song – natürlich synchron. Soweit die Theorie, wie verhält sich die App dagegen in der Praxis?

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.
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Seedio in der Praxis: Taugt was

Tatsächlich: Die Musik spielt bei uns erstaunlich gut synchron. Zumindest konnten wir keinen wirklichen Versatz erkennen. Natürlich vollbringt die App keine Wunder, meint, die verbauten iPhone- oder iPad-Lautsprecher zaubern noch immer einen eher bescheidenen Klang. Nun aber zumindest raumfüllend mit einer im Verbund kräftigeren Lautstärke. Allerdings spricht auch nichts dagegen, den Sound, dank angeschlossener Lautsprecher, aufzupeppen – dann macht es erst richtig Spaß.

Fazit: Gute Alternative zu Airplay mit dem Mac

Zusammenfassend: Eine günstige Möglichkeit, einen oder mehrere Räume gleichzeitig mit Musik zu beschallen. Selbiges gelingt sonst nur mit einem Mac oder PC, iTunes und AirPlay, nicht aber allein mit einem iOS-Gerät. Den Mac dürfen wir ab sofort zu Hause lassen. Auch können wir für diese Anwendung unsere alten iPhones oder iPads reaktivieren – iOS 5 genügt für Seedio. Selbst ein „Oldtimer“ wie das iPhone 3GS ist tauglich. Wir sprechen gerne eine Empfehlung aus, insbesondere da die App derzeit kostenlos zu haben ist.

Bildquelle (Titel): Interplay of graphic analyzer bars… von shutterstock

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