Apple-News-App: Apple will weitere Werbe-Plattformen erlauben

Florian Matthey

Die Apple-News-App erfreut sich einer gewissen Beliebtheit, der große Durchbruch ist ihr bislang aber noch nicht gelungen. Das könnte sich bald ändern: Apple will Verlagen offenbar bald eigene Werbeplattformen und bezahlte Artikel erlauben.

Apple-News-App: Apple will weitere Werbe-Plattformen erlauben

Apple News ist seit dem iOS 9 Bestandteil des iPhone- und iPad-Betriebssystems. Die App ist eine zentrale Anlaufstelle für Nachrichten: Benutzer bekommen News aus zahlreichen Quellen wie auf einer Website oder in einer Zeitung präsentiert. Die App lässt sich für favorisierte Kategorien und Inhalte sowie Quellen auch konfigurieren. Bisher ist die App nur für Apple-Kunden aus den USA, Großbritannien und Australien erhältlich – wobei sie sich mit einem Trick auch hierzulande verwenden lässt.

iPad Pro 10,5 von 2017 im Test.

Die App lebt natürlich davon, dass möglichst viele Verlage Interesse daran haben, ihre Inhalte auch über die App anzubieten – und interessant ist sie natürlich vor allem dann, wenn sich mit ihr auch Geld verdienen lässt. Bislang ist Apple aber bezüglich der Möglichkeiten, Werbung zu verwenden, ziemlich restriktiv. Auch die Möglichkeiten der Anbieter, Details über die Leser zu erfahren, waren zu Anfang sehr beschränkt. Seit dem letzten Jahr erlaubt Apple Anbietern aber den Einsatz von Web-Analyse-Lösungen.

Eine ähnliche Flexibilität soll es bald in Sachen Werbung geben: Ad Age will erfahren haben, dass es Verlagen bald möglich sein soll, dieselbe Technologie für Werbung zu verwenden, auf die sie schon auf ihrer Website setzen – beispielsweise also Googles DoubleClick. Für die Anbieter wäre das ein entscheidender Schritt. Ein weiteres Entgegenkommen soll darin liegen, dass Apple es erlauben wird, dass Verlage kleine Beträge für einzelne Artikel verlangen.

Außerhalb der bisherigen „Apple-News-Länder“ ist die interessanteste Frage wohl, wann Apple damit beginnen wird, Apple News zu globalisieren – vor allem auch in nicht-englischsprachige Länder. Bislang hat sich Apple hierzu noch nicht geäußert. Allerdings sollte eine Verbreitung einfacher werden, wenn die Plattform attraktiver für Anbieter wird – und die Flexibilisierung in Sachen Werbung ist ein Schritt in diese Richtung.

Quelle: Ad Age via Mac Rumors, Business Insider

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