Die besten Apps für Fotografen (iPhone & iPad)

Sebastian Trepesch 6

Nein, Kamera-Apps findet ihr im folgenden Artikel nicht. Hier geht es vielmehr um Anwendungen, die Hobby- und Berufsfotografen bei der Arbeit mit „echten“ Kameras helfen können.

 Die besten Apps für Fotografen (iPhone & iPad)

Kamera-Apps und Nachbearbeitung von Bildern auf den iOS-Geräten findet ihr in diesem Artikel: 

iPhone und iPad können aber auch bei großen Shootings, bei Landschaftsaufnahmen und in anderen Situationen unterstützen – weniger mit der eingebauten Kamera als mit Apps zur Planung, Analyse und Kamera-Fernsteuerung.

Fotografen-Apps: Blick zum Kamerahersteller lohnt

Der erste Gang darf zum Kamerahersteller führen: Canon, Nikon, Panasonic und Co bieten selbst Apps an, von der Bedienungsanleitung bis zur Remote-App. Nutzt man einen Cloud-Service (Fotospeicher), bietet die zugehörige App den für das iOS-Gerät angepassten Zugang. Beispiele: und .

Je nach Anbieter und Zweck lassen sie an Funktionsumfang, Design etc. teilweise zu wünschen übrig. Andererseits sind sie kostenlos und speziell auf die Produkte, Dateiformate und Webdienste des jeweiligen Herstellers abgestimmt.

Im Folgenden liste ich nun empfehlenswerte Apps von weiteren Entwicklern:

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Die besten Apps für Fotografen (iPhone & iPad)

Blaue Stunde nicht verpassen 

Sun & Moon nennt uns die Zeiten für die Himmelsfarben, sprich goldene und blaue Stunde. Also die Minuten des Tages, auf die sich (Reise-)Fotografen am meisten freuen. Ein Kompass verrät zudem die Sonnenposition. Ohne In-App-Kauf gibt es die Daten nur für den aktuellen Tag.

Sun & Moon
Entwickler: IT Brauerei GmbH
Preis: Kostenlos

Perfekte Kameraposition dank „Sonnenvermesser“

Deutlich ausführlicher: Sun Surveyor (Sonnenvermesser) nennt uns die eben genannten Informationen ebenfalls, und einiges mehr: An welcher Position steht wann wo die Sonne und der Mond? Die Position wird in mehreren Ansichten gezeigt und in Google Streetview eingeblendet – dadurch wird ersichtlich, wann die Himmelskörper durch die Straßenschluchten scheinen. Schon das ziellose Herumspielen macht Spaß. Wer einen ausführlichen „Sonnenvermesser“ möchte, egal ob Fotograf oder nicht, sollte sich Sun Surveyor ansehen.

Sun Surveyor (Sonnenvermesser)
Entwickler: Adam Ratana
Preis: 10,99 €

Der Buddy für Fotografen

Mit PhotoBuddy werden Schärfentiefe und Belichtungseinstellungen auf dem iPhone berechnet. Zudem nennt die App die maximale Entfernung, die der Blitz ausleuchten kann und so manches mehr. Ein PhotoBuddy eben…

PhotoBuddy
Entwickler: Ambertation
Preis: 2,29 €

Die altmodische Art: mit Belichtungsmesser

Photometer macht aus dem iPhone einen Belichtungsmesser. Gut, die Kamera des iPhones ist nicht für diesen Zweck konzipiert, die Werte sind vermutlich nicht so exakt wie bei einem „echten“ Messgerät. Als Orientierung kann Photometer aber auf jedenfalls dienen. 

Photometer
Entwickler: lostview GmbH
Preis: 1,09 €

Das schriftliche Ok des Models

Releases by 500px hinterlegt die Einverständniserklärung eines Models, die Fotos veröffentlichen zu dürfen, können wir einfach auf iPhone und iPad einholen.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.

Bietet wesentlich mehr, ist aber schon etwas veraltet (u.a. keine iPhone 6-Anpassung):

Easy Release
Entwickler: ApplicationGap LLC
Preis: 10,99 €
 

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Die Hardware-Fernbedienung

Mit der Triggertrap-Hardware (ca 30-40 Euro) wird das Smartphone an die Spiegelreflexkamera angeschlossen. So wird das iPhone (oder die Apple Watch) zur Remote: Als Auslöser können zum Beispiel Geräusche oder Vibrationen fungieren. Außerdem steuert Triggertrap Zeitraffer (sogar mit Beschleunigung) und HDR-Aufnahmen.  

Triggertrap Mobile
Entwickler: Ross Gibson
Preis: 3,49 €

Kamera-Remote und Live-View drahtlos 

Wer eine Kamera mit WLAN besitzt, braucht sich nicht erst Hardware wie Triggertrap kaufen: die App qdslrDashboard steuert über die Drahtlosverbindung die Kamera, inklusive Live-Vorschau. Zumindest in meinem Falle, mit einer Nikon, bietet qdslrDashboard mehr als die App des Kameraherstellers. Die Anbindung mit der D750 klappte ohne Probleme. Die Latenzzeit ist aber hoch. Man wird die App folglich nur dann zum Einsatz bringen wollen, wenn die Steuerung direkt über die Kamera nicht oder nur schwer möglich ist. Neben dem Auslösen ist unter anderem das Wählen des Autofokusfelds, die Änderung der Kameraeinstellungen (ISO-Wert, Autofokus-Art etc.), LRTimelapse, Download der Fotos und einiges mehr möglich.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.

Geodaten mit iPhone & iPad aufzeichnen

In den Metadaten der Smartphone-Fotos finden wir die Ortsdaten, in den Dateien der meisten (semi)professionellen Kameras dagegen nicht. Wir können unsere Tour aber mit Apps wie Geotag Photos Pro 2 aufzeichnen und nachträglich mit dem dazugehörigen Desktop-Tool oder Software wie Lightroom in die Bilder einbetten. Geotag Photos Pro 2 (iPhone & Apple Watch) kostet 7,99 Euro per In-App-Kauf, die ersten 3 Touren sind jedoch kostenlos. Das Desktop-Tool gibt es gratis.  

Geotag Photos Pro 2
Entwickler: TappyTaps s.r.o.
Preis: Kostenlos

Als Alternative bieten sich alle möglichen Ortungs- und Sport-Apps an, die GPX-Dateien exportieren können. Daran denken, die Uhrzeit von iPhone und Kamera abzugleichen! Und einen Zusatzakku nicht vergessen, die Lokalisation verbraucht einiges an Energie.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.

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Top-Apps für Fotografen: die Katalogisierung

Sind die Fotos geschossen, möchten wir sie verwalten und bearbeiten. Die Übertragung auf ein iOS-Gerät kann via WLAN, Cloud (nur von wenigen Kameras unterstützt) oder per Fotoimport mit einem Kartenleser erfolgen. Diese Wege empfehlen sich aber eher für wenige oder verkleinerte Bilddateien, da die Übertragung nicht allzu zügig läuft.

Bereits vorgestellt habe ich klassische Bildbearbeitung-Apps für iPhone & iPad, hier sind auch Cloud-Speicher mit aufgeführt. Als Ergänzung noch für den (semi)professionellen Bereich:

Adobe Photoshop Lightroom for iPad

Mit der Adobe-App selektiert und korrigiert man Bilder sozusagen remote, über die Cloud. Gut also, um unterwegs schon eine Vorarbeit zu der Sitzung am Mac zu leisten. Notwendig ist ein Abo der Creative Cloud für Fotografie, in dem auch die Nutzung von Photoshop inbegriffen ist. Kosten .

Adobe Lightroom for iPad
Entwickler: Adobe Inc.
Preis: Kostenlos

Für eine Bearbeitung, die darüber hinausgehen soll, bietet der Entwickler weitere Apps für iPhone an.

Photosmith

Leider haben die Anbieter von Photosmith die Entwicklung dieser App eingestellt, sie steht aber noch vergünstigt im App Store: Hiermit können wir Bilder vorsortieren und verschlagworten, die Anpassungen werden bei der Übertragung zu Lightroom von der Adobe-Software übernommen. 

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.

Video: iPhone gegen Spiegelreflex

Kameravergleich: iPhone 6s versus Nikon D750.

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