Link Bubble: Neuer Browser von Action Launcher-Entwickler will mobiles Surfen revolutionieren

Rafael Thiel

Zwar ist das Scrollen durch den Newsstream diverser sozialer Kanäle mit gelegentlichen Ausflügen in den Browser mit entsprechender Hardware praktikabel, allerdings kostet das ständige Wechseln zwischen verschiedenen Apps aber Zeit und manchmal auch Nerven. Der bereits durch seinen „Action Launcher“ bekannte Entwickler Chris Lacy setzt mit seiner neuem Browser Link Bubble genau dort an und legt den Browserinhalt über die aktuell laufende Anwendung, ohne diese zu schließen und erinnert so an die Chat Heads des Facebook Messengers.

Die Idee hinter Link Bubble ist offenkundig an die Chat Heads des Facebook Messengers angelehnt, verbindet sie doch ebenjenes Prinzip mit einem funktionstüchtigen Browser und legt sich damit lediglich über die aktuell laufende Applikation, ohne diese zu verdrängen. Öffnet der Nutzer einen Link, beispielsweise aus seinem Google Plus-Stream, erscheint ein kleiner Kreis mit dem Symbol der entsprechenden Webseite mitsamt einer Ladeanimation. Während des Ladevorgangs, welcher im mobilen Netz mitunter etwas Zeit in Anspruch nehmen kann, ist es möglich, weiter durch seine Timeline zu scrollen bis Link Bubble die Seite fertig geladen hat. Dann nämlich schwebt der Kreis – wahlweise eigenständig oder nach Tap auf das Icon – nach oben und präsentiert darunter die Browseransicht. Sollte man sich die jeweilige Seite in seinem regulären Browser anschauen wollen, lässt sich dies über einen Menü-Unterpunkt an der URL-Leiste bewerkstelligen.

link-bubble-laden
link-bubble-browser

Mit einem Tap auf den Kreis zieht sich der Browser wieder dezent an den Rand des Displays zurück. Hält man das Symbol dagegen gedrückt, bietet Link Bubble dem Nutzer drei Optionen an: Wie vom Facebook Messenger gewohnt, kann man den Browser-Chat Head mit einer Wischgeste nach unten schließen. Zusätzlich erscheinen links und rechts in individuell konfigurierbare Shortcuts zum Teilen des Links. Hierbei kann zum einen eine vordefinierte App platziert werden als auch das gewöhnliche Android-Menü zum Teilen, welches alle Möglichkeiten alphabetisch geordnet listet.

link-bubble-teilen
link-bubble-settings

In den angesprochenen Einstellungen, welche momentan noch lediglich in der englischen Sprache verfasst sind, kann der Nutzer festlegen, ob der Browser sich nach Beendigung des Ladevorgangs selbstständig in den Vordergrund schieben soll und welche Standard-Browser-Applikation genutzt wird, um beim Auswählen eines Links aus jenem nicht Link Bubble aufzurufen. Ferner kann man einstellen, dass zum Beispiel YouTube-Links direkt an die YouTube-App weitergeleitet werden. Ebenfalls unterstützt der Browser einen privaten Modus, in dem weder Cookies, noch der Verlauf gespeichert werden.

In der kostenlosen Version unterstützt Link Bubble nur eine Webseite zu hinterlegen, mit dem Upgrade auf die Pro-Version kann man während einer Social-Media-Session auch mehrere Links zum späteren Lesen im Hintergrund öffnen lassen. Hierbei ist dem Tester aufgefallen, dass man keine einzelnen Links aus Link Bubble entfernen kann – alles oder nichts lautet die Devise.

link-bubble-zeit-ersparniss
link-bubble-zeit-link

Der Preis der App ist mit knapp 5 US-Dollar, umgerechnet 3,59 Euro, vielleicht etwas zu hoch angesetzt, rechtfertigt die Anwendung aber bei regelmäßiger Benutzung auch eine solche Investition. Als kleines Gimmick zeigt die App ebenfalls die Zeitersparnis durch die Nutzung von Link Bubble an, da die Zeit zwischen Link auswählen und Link fertig geladen dadurch produktiv genutzt werden kann.

Angesichts der gestrigen Veröffentlichung von Link Bubble, muss sich die Anwendung noch im Langzeittest beweisen. Doch schon jetzt lässt sich sagen, dass sich der Medienkonsum darüber ungemein angenehmer gestaltet. Zwar fallen bei der Nutzung noch kleinere Schwächen in der Performance und Funktionalität auf, ist der Entwickler aber kein Unbekannter in der Branche und wird seine neueste App mit Sicherheit zukünftig mit sinnvollen Updates pflegen und erweitern. Wer, ähnlich wie der Verfasser dieser Zeilen, regelmäßig durch Google Plus, Twitter oder Facebook scrollt, wird definitiv seine Freude an Link Bubble finden, zumal die Anwendung bereits in der kostenlosen Version praktisch ist.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.
Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.

[via AndroidPolice]

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung