Cyanogen OS: Tiefe Cortana-Integration bestätigt

Oliver Janko 10

Microsoft meets Cyanogen: Einer ranghohen Cyanogen-Führungskraft zufolge soll die nächste Version der CyanogenMod mit einer tief im System verankerten Version von Cortana, dem virtuellen Sprachassistenten von Microsoft, ausgestattet sein. Das Ziel der Cyanogen-Macher: Man will noch unabhängiger von Google respektive Android werden.

Cyanogen OS: Tiefe Cortana-Integration bestätigt

Kirt McMaster, Mitbegründer der Cyanogen Inc., äußerte sich im Interview mit der International Business Times zu den weiteren Plänen des Unternehmens, vor allem die Zusammenarbeit mit Microsoft stand im Mittelpunkt des Gesprächs: Es ist angedacht, Cortana künftig tief ins Cyanogen-System zu integrieren, um dem virtuellen Assistenten auch tiefgreifende Änderungen an den Einstellungen zu ermöglichen. Das Ganze sollen schon alsbald umgesetzt werden. Bislang läuft Cortana zwar als Beta auf Android, der Funktionsumfang ist allerdings stark eingeschränkt.

Nutzer eines Geräts mit der CyanogenMod, im Endeffekt eine alternative Android-Version, sollen dieses Problem künftig nicht mehr haben: Wie McMaster erklärte, werde es beispielsweise möglich sein, auch installierte Apps verschiedenster Anbieter über Cortana und damit per Sprachbefehlen zu steuern, geplant ist hier beispielsweise eine Integration von Spotify. Insgesamt soll das Projekt eine deutlich verbesserte Bedienbarkeit zur Folge haben, einfach, weil sich mehr Funktionen über Cortana steuern lassen sollen. Und: Als Ziel ist auch ausgegeben, sich weiter von Google loszusagen. Zwar basiert Cyanogen auf Android, das Team wolle laut McMaster aber im Laufe der Zeit immer unabhängiger von Mountain View werden. Deshalb auch die Kooperation mit Microsoft, das mit Windows Phone 8.1 und der kommenden Smartphone-Version von Windows 10 eigentlich ja einen direkten Konkurrenten von Google auf dem Markt platziert hat.

Sorgen um die Google-Dienste unter CyanogenMod muss man sich dennoch nicht machen: Die sollen auch weiterhin vorinstalliert bleiben, einfach, weil McMaster, sein Team und letztendlich auch die Nutzer von Cyanogen-Geräten deren Funktionalität schätzen.

Quelle: IBT, via Android Central

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