Cover: Smarter, kontext-sensitiver Lockscreen-Ersatz vorgestellt

Andreas Floemer 17

Schon praktisch, so ein Smartphone: Mithilfe von Ort, Tageszeit sowie weiteren Sensoren, die im Gerät verbaut sind, lassen sich neue, smartere Wege der Bedienung entwickeln, um das Gerät zu einem besseren Alltagsbegleiter zu machen. Nach dem Launcher Aviate, der sich noch in einer geschlossenen Beta befindet, gesellt sich mit Cover ein weiteres Tool hinzu, das sich diese Daten zunutze macht. Diese Anwendung kann allerdings mehr als Lockscreen-Ersatz verstanden werden und soll je nach Ort und Tageszeit bestimmte Anwendungen als einblenden und zudem lernfähig sein, um dem Nutzer jene Apps anzubieten, die er wirklich benötigt.

Cover: Smarter, kontext-sensitiver Lockscreen-Ersatz vorgestellt

Launcher und mitunter Lockscreens sind Herz und Seele eines Smartphones – mit ihnen lassen sich Erscheinungsbild und Funktionalität individuell anpassen, das Device zu einem persönlichen, täglichen Begleiter machen. Zumeist sind die Oberflächen aber statisch mit Apps-Icons und Widgets ausgestattet, die der Nutzer sich darauf zurechtgelegt hat. Die Macher der Lockscreen-App Cover wollen dies aber nicht hinnehmen, denn es geht aus ihrer Sicht besser. Schließlich benötigt man im Grunde je nach Umgebung und Tageszeit bestimmte Anwendungen mehr als andere. So liegen Kommunikations- und Organisations-Tools wie zum Beispiel Kalender und Google Drive im Büro im Vordergrund, unterwegs benötigt man womöglich Anwendungen wie ortsbasierte Dienste wie Foursquare oder Musikplayer und Navi-Apps häufiger als seinen Terminkalender. Ist man zuhause, so sind Apps zur Heimautomation oder zur Steuerung der vernetzten Musikanlage und Games womöglich relevanter als Google Maps oder Foursquare.

Dank des im Smartphone befindlichen Beschleunigungssensors und des Gyroskops kann Cover sogar erkennen, ob man sich in Bewegung befindet, ob man beispielsweise zu Fuß unterwegs von A nach B ist oder sich im Auto befindet. Cover registriert ferner auch, ob sich ein Kopfhörer in der Audiobuchse befindet und zeigt entsprechend den Musikplayer der Wahl an.

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Bis zu sechs relevante Anwendungen will Cover direkt auf dem Lockscreen anzeigen und mittels Wischgeste einen Blick auf die im Hintergrund laufenden Anwendungen gewähren. Selbstredend lässt sich die gewünschte App auch direkt vom Lockscreen aus starten. Letztere Funktionen können allerdings nur direkt gestartet werden, sofern man sein Smartphone nicht per PIN-Code oder Sperrmuster gesichert hat. Ist eine Sicherung aktiv, muss man diese vor dem Öffnen selbstredend entsperren.

Die Anwendung, die sich derzeit noch in einer geschlossenen Beta-Phase befindet und nur nach E-Mail-Registrierung Einladungen vergibt, stammt übrigens aus der Hand ehemaliger Facebook-, Google- und Yahoo-Entwickler, die die Zeit für kontextabhängige Apps und smartere Features von Smartphones gekommen sehen haben. Nachdem ich Aviate (Test folgt) eine kurze Weile getestet habe, muss ich gestehen, bin ich noch skeptisch. Ob Cover einen besseren Ansatz liefert, bleibt also abzuwarten, bis es letztlich als Testversion bereitsteht.

Cover [via The Verge]

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