Dungeon Keeper: Paywall auf iOS und Android sorgt für Shitstorm, EA reagiert auf Vorwürfe

Amélie Middelberg 16

Wer die Neuauflage des Klassikers Dungeon Keeper, die vor Kurzem als App für mobile Endgeräte auf den Markt kam, bereits gespielt hat, wird sicher früher oder später an der massiven Paywall im Spiel hängen geblieben sein. Um den iOS- und Android-Titel auch nur halbwegs vernünftig spielen zu können, müssten Nutzer oft und viel Geld in die Hand nehmen. Schnell wurden Vorwürfe laut, Publisher EA würde seine Kunden mit dem Free-to-Play-Titel abzocken wollen.

Dungeon Keeper: Paywall auf iOS und Android sorgt für Shitstorm, EA reagiert auf Vorwürfe

Jeff Skalski, Senior Producer des umstrittenen Mobile-Titels, reagierte in einem Interview auf die Anschuldigungen und heftigen Reaktionen von Spielern zwar mit Verständnis, doch er wies darauf hin, dass die Intention hinter der Neuauflage von vielen wohl missverstanden wurde:

“Es ist wichtig zu betonen, dass wir ein Spiel geschaffen haben, das sich an für Mobile Games typische Schemata hält. Das heißt, Dungeon Keeper ist darauf ausgelegt, unterwegs für kurze Zeit und einige Male am Tag gespielt zu werden. Diese Spielweise erlaubt es, als freier Spieler natürlich voranzuschreiten. (…) Ja, wir haben das Spiel so designt, dass es die Möglichkeit bietet, das Gameplay gegen eine Echtgeld-Zahlung zu beschleunigen.“

Skalski machte außerdem die Nostalgie vieler Fans des Originals für Beschwerden verantwortlich, doch das selbsterklärte Ziel der Entwickler sei es, die Marke Dungeon Keeper vor allem neuen Spielerschichten näher zu bringen. Trotzdem verschließe man sich bei EA Mythic nicht davor, die “Spielerfahrung aufgrund von Spieler-Feedback einem Feintuning zu unterziehen“. Konkrete Konsequenzen wurden bisher jedoch nicht beschlossen.

Dungeon Keeper für Android Trailer.
In der Android-Version bittet EA selbst anscheinend um direktes Feedback, bei dem Spieler zwischen einer Bewertung von 1-4 oder 5 Sternen wählen sollen. Wer die erste Möglichkeit auswählt, wird weiterhin aufgefordert, seine Meinung und Vorschläge per E-Mail abzusenden. Ob diese Praktik gegen die Richtlinien von Google verstößt, wird derzeit scheinbar untersucht.

Quelle: TabTimes Games & Twitter

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