"Free-to-play": Laut EU irreführende Werbung für Spiele mit In-App-Käufen

Amélie Middelberg 10

„Free-to-play“ sind in der Spielewelt geflügelte Worte. Worte, die der Europäischen Kommission (EC) gehörig missfallen. Bei einem Treffen mit Spieleentwicklern pochen Vertreter  des übernationalen Organs nun darauf, nur denjenigen Spielen diese Bezeichnung zu geben, in die Spieler wirklich auf keine Weise echtes Geld investieren können. Games mit In-App-Käufen sollen diese irreführende Bezeichnung nicht länger tragen dürfen.

"Free-to-play": Laut EU irreführende Werbung für Spiele mit In-App-Käufen

Um über diesen Aspekt des Verbraucherschutzes zu beraten, treffen sich heute und morgen einige Mitglieder der Kommission mit Angehörigen nationaler Behörden und Vertretern von in der Branche tätigen Unternehmen. Von Seiten der EC hieß es dazu:

„Konsumenten und vor allem Kinder benötigen eine besser Schutz gegen unerwartete Kosten durch In-Game-Käufe. Nationale Behörden und die Europäische Kommission diskutieren mit der Industrie, wie diese Frage angegangen werden kann, die nicht nur finanziellen Schaden bei den Konsumenten anrichtet, sondern auch die Glaubwürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit eines sehr vielversprechenden Marktes gefährdet. Möglichst schnell konkrete Lösungsansätze zu erarbeiten wird für beide Seiten eine Win-Win-Situation sein.“

Besonders die Nutzung des Wortes „free“ oder vergleichbarer Bezeichnungen stellt für die EU-Kommissare irreführende und somit illegale Werbung dar. Darüber hinaus diskutiert die Runde laut Angaben der EC über Nachrichten und Pop-Ups in vorwiegend auf die Zielgruppe von Kindern ausgerichteter Software und Applikationen, die zum In-App-Kauf aufrufen, und weitere problemetische Aspekte des lukrativen Marktes.

Quelle: GamesIndustry

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