Facebook: ein Afrika-Trip sorgte endlich für bessere Android-App

Steffen Pochanke 7

Im vergangenen Jahr hat die Android-App von Facebook große Veränderungen durchgemacht und wurde stetig verbessert. Vor allem das neue User Interface, das im April diesen Jahres eingeführt wurde, stellte einen großen Meilenstein dar. Doch auch unter der Haube hat sich einiges getan, was wir zu einem großen Teil einem Afrika-Trip des Facebook-Teams zu verdanken haben.

Facebook: ein Afrika-Trip sorgte endlich für bessere Android-App

Um sicherzustellen, dass ihre App nicht nur auf High-End-Geräten und in Regionen mit guter Netzversorgung funktioniert, hat ein Team von Facebook-Entwicklern und -Produktmanagern vor einiger Zeit einen Trip in afrikanische Entwicklungsländer gemacht.

Dort kaufte man verschiedene Android-Geräte ein, um auf ihnen die aktuellste Facebook-Version zu testen. Das erste Ergebnis sei ernüchternd gewesen: lange Ladezeiten, zu wenig Gerätespeicher und eine unregelmäßige Versorgung mit mobilem Empfang haben der App zu schaffen gemacht und führten zu zahlreichen Abstürzen. Der Datenhunger der App habe sogar dazu geführt, dass das monatliche Datenvolumen innerhalb von 40 Minuten aufgebraucht gewesen sei, wie der Ingenieur Alex Sourov berichtet.

Nach Afrika-Reise seien die Facebook-Mitarbeiter gewillt gewesen, die Android-App zu verbessern und baldmöglichst Verbesserungen in Bezug auf Geschwindigkeit, Dateneffizienz, Netzwerkverbindung und Appgröße zu implementieren.

 

Mittlerweile sind große Schritte gemacht worden:

Durch Optimierung des App-Starts, bei dem nun weitaus weniger Features als zuvor gleichzeitig geladen werden und das Laden des News Feeds verbessert wurde, konnten die Startzeiten der App innerhalb von sechs Monaten nach dem Afrika-Trip um mehr als 50 Prozent reduziert werden.

Um weniger Datenvolumen zu verbrauchen, nutzt die Facebook-App mittlerweile das sparsamere WebP-Bildformat. Außerdem werden Bilder nun nur noch in der Größe heruntergeladen, in der sie auf dem jeweiligen Gerät angezeigt werden und das Caching von Bildern wurde optimiert. Zuvor wurde immer die volle Auflösung heruntergeladen. Mit diesen Mitteln konnte die Datennutzung der App um 50 Prozent im Vergleich zum Anfang des letzten Jahres reduziert werden.

Optimierungen in Bezug auf die Netzwerkverbindungen führten dazu, dass die Zahl von langsamen oder abgebrochenen Bild-Downloads innerhalb des letzten Jahrs um fast 90 Prozent gefallen ist.

Durch die intensivere Nutzung der Möglichkeiten des Google Play Stores (verschiedene App-Versionen für verschiedene Betriebssysteme und Bildschirmauflösungen) konnte die Größe der Facebook-App im Vergleich zu Beginn des Jahres um 65 Prozent reduziert werden.

Aus den Erfahrungen in Afrika haben die Facebook-Ingenieure viel gelernt, sodass nun alle neuen Features auch unter den Bedingungen getestet werden, die in vielen Entwicklungsländern vorliegen. Selbiges gilt für weitere Facebook-Apps wie den Messenger und Instagram.

Quelle: Facebook via engadget

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