Facebook-App umgeht Hintergrundaktivität-Sperre des iOS 9

Florian Matthey 23

Die Facebook-App ist auf iOS-Geräten vielleicht der größte Negativfaktor in Sachen Batterielaufzeit. Jetzt gibt es eine Theorie, wie die App auch im Hintergrund läuft, wenn der Benutzer ihr das eigentlich nicht erlaubt.

Facebook-App umgeht Hintergrundaktivität-Sperre des iOS 9

Dank der Batterie-Spar- und -Maximierungs-Funktionen des iOS 9 lässt sich mittlerweile anzeigen, welche Apps besonders viel Strom verbrauchen. Bei den meisten Benutzern befindet sich Facebook ganz weit oben auf der Liste. Als stromverbrauchende Aktivität nennt das Betriebssystem dann meistens „Hintergrundaktivität“ – und zwar auch dann, wenn der Benutzer es Facebook eigentlich in den Einstellungen „verboten“ hat, im Hintergrund aktiv zu sein. Offenbar finden Facebooks Entwickler Wege, diese Beschränkung zu umgehen – warum auch immer.

Federico Viticci von Mac Stories hat eine Theorie, was ein Weg sein könnte, wie Facebook die Hintergrundaktivitäts-Sperre umgeht: Bei vielen Benutzern ist die Option, dass die App Videos in dem eigenen News-Feed automatisch abspielt, aktiviert. Hierbei handelt es sich um die Standard-Einstellung; man müsste sie manuell deaktivieren.

Viticci hat festgestellt, dass auf solchen Geräten die Aktivität „Audio“ besonders hoch ist. Daraus schließt er, dass Facebook möglicherweise dann, wenn das automatische Abspielen von Videos erlaubt ist, diese im Hintergrund weiter laufen lässt und ein „stummes Audiosignal“ ausgibt. Wenn Ton im Hintergrund läuft, erlaubt das iOS einer App auch dann Hintergrundaktivität, wenn der Benutzer Hintergrundaktualisierung deaktiviert hat.

Sollte dies ein „Trick“ der Facebook-Entwickler sein, dann dürfte es nicht der einzige sein: Auch bei mir hat Facebook trotz deaktivierter Hintergrundaktualisierung einen hohen Stromverbrauch durch Hintergrund-Aktivitäten, wie der obige Screenshot zeigt – obwohl ich automatisches Abspielen von Videos deaktiviert habe. Viticci rät dazu, die Facebook-App gar nicht und Facebook stattdessen über Safari zu benutzen. Das ist wohl tatsächlich ein guter Rat.

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