GarageBand für Einsteiger: Aufnehmen einer E-Gitarre

Robin Kopp

Mit iLife liefert Apple jedem Mac ein schönes Softwarepaket aus, das unter anderem  iPhoto, iMovie und GarageBand enthält. Es liegt die Vermutung nahe, dass die Programme seltener benutzt werden, als sie es verdient hätten, da Einsteigern das Wissen für die Verwendung und Bedienung fehlt. Im folgenden erklärt deshalb unser Schülerpraktikant, wie einfach die Aufnahme von Gitarrenklängen mit GarageBand abläuft.

Vorbereitung:

Bevor Sie beginnen, wählen Sie zwischen einer der beiden Methoden, um eine E-Gitarre analog aufzunehmen:

  • Wenn Sie bereits einen Gitarrenverstärker besitzen, sollten Sie diesen auf einen Kopfhöreranschluss oder einem Line Out untersuchen. Wenn dieser darüber verfügt, können Sie das Gerät mit einem Klinkenkabel und gegebenenfalls Adapter an den Audioeingang Ihres Macs anschließen.
  • Haben Sie keinen Gitarrenverstärker, benötigen Sie ein Audio-Interface oder ein Multieffektgerät, welches über einen USB- oder FireWire-Anschluss verfügt. Mit rund 50 Euro in der günstigeren Klasse liegt zum Beispiel das Guitarface* von Miditech.

Schließen Sie nun Ihre Gitarre über den von Ihnen gewählten Weg an den Mac und optional Kopfhörer oder Boxen an den Audioausgang an und öffnen Sie GarageBand.

Einrichtung:

Öffnen Sie nun GarageBand, gehen in den Reiter „Neues Projekt“ und wählen Electric Guitar aus. Ein Fenster mit verschiedenen Optionen öffnet sich:

Mit dem Temposchieber (1), können Sie das Tempo Orientierungsklicks regeln und in der darunter befindenden Signaturspalte, neben dem Takt, den eingestellten Wert in bpm (beats per minute) ablesen. Zudem besteht die Option (2), die Tonart einzugeben, falls Instrumente aus dem Loop-Browser verwendet werden.

Tipp: Durch einen Klick auf das hellblaue Notensymbol

können Sie zu den Projekteinstellungen wechseln und von dort aus das Tempo im Nachhinein ändern.

Gehen Sie nun sicher, ob GarageBand bereits automatisch Ihr Audio-Interface erkannt hat, indem Sie zuerst auf GarageBand > Einstellungen und dann auf den Audio/MIDI-Reiter klicken.

Falls hier Ihr Eingang oder Interface noch nicht ausgewählt ist, klicken Sie das gewünschte Gerät an und erlauben Sie den Wechsel des Tontreibers.
Wenn Sie nun einen Akkord laut anschlagen, sollte dies zwar bei der Volume-Anzeige zu sehen sein, jedoch nicht dazu führen, dass die roten Übersteuerungslichter ausgelöst wurden.
Falls dies der Fall ist, sollten Sie entweder Ihre Gitarre leiser machen oder den Volume-Regler in GarageBand nach links schieben.

Im Falle, dass Sie sich beim Spielen und Aufnehmen noch nicht hören, dies aber gerne möchten, klicken Sie oben links in den Spurinformationen auf den kleinen Lautsprecher (bis GarageBand ’10) oder die bildlich dargestellten Schallwellen (ab GarageBand ’11). Somit wird der Monitor eingeschalten.

Aufnahme:

Bei der Aufnahme sollten Sie darauf achten, dass Sie Ihre Gitarrenspur dafür aktiviert haben, was Sie an dem roten Punkt unter dem Spurnamen sehen können.

Nun können Sie je nach Belieben Ihren virtuellen Gitarrenverstärker für den gewünschten Sound auswählen oder selbst konfigurieren (1) und mit dem Klick auf den Aufnahmeknopf (2) die Aufnahme starten.

„Fade In“ und „Fade out“:

Fade In und Fade Out steht für das Ein- und Ausblenden. Diesen „Effekt“ können Sie erzeugen, indem Sie auf Spur > Master-Spur einblenden klicken oder mit dem Tastenkürzel cmd+B die Masterspur aufrufen und dort zwei oder mehrere Kontollpunkte setzen.

Tipp: Für eine feinere Regelung können Sie optional die Umschalt-Taste gedrückt halten.

Speichern, Exportieren oder an iTunes senden:

Der letzte Schritt, um Ihre Werke zu speichern, anzuhören und/oder weiterzugeben ist fast selbsterklärend. Sie klicken entweder auf Ablage > Sichern oder auf Bereitstellen und die beliebigen Optionen für das Abspielen.


Robin ist als Schülerpraktikant für ein paar Tage bei macnews.de und hat dankenswerter Weise diesen Text verfasst.

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